Ubuntu hat die zweite Frühversion der kommenden Distribution 9.10 alias Karmic Koala veröffentlicht.
Noch gibt es nicht viel über neue Features zu berichten. Das Projekt hat in erster Linie die Pakete von Debian Unstable übernommen, den Kernel auf die Version 2.6.30 und den Gnome-Desktop auf die Variante 2.27.1 aktualisiert.
Der neue Kernel aktiviert für Systeme mit Intel-Grafik Kernel Mode Setting, was das Umschalten zwischen den Video Modi, aber auch die Geschwindigkeit von Suspend/Resume deutlich reduzieren soll – aber eben nur auf Intel-Systemen. Linux Restricted Modules war bisher eine Lösung, um proprietäre Treiber unter Ubuntu auszuliefern. Sie wird in Karmic durch Dynamic Kernel Module Support (DKMS) abgelöst, das im Laufe der Entwicklung noch in Jockey und Ubiquity integriert werden muss.
HAL (der Hardware Abstraction Layer) kümmert sich künftig nicht mehr um die speziellen Funktionstasten (mit denen man zum Beispiel die Lautstärke oder Helligkeit ändert) sowie das Power Management – diese Funktionen wandern in “DeviceKit-power” und “udev-extras”. Wie berichtet, verbessert sich zudem die Lage für Benutzer von Intel-Grafikchips, da die Treiber von EXA- auf UXA-Unterstützung umsteigen. Standardmäßig wird UXA noch nicht aktiviert, weil es noch nicht so stabil wie EXA läuft, das Projekt bittet um Bug-Reports in diesem Bereich.
GRUB 2 ist nun Standard-Bootmanager bei Neuinstallationen, was dazu führt, dass eine Neuinstallation der Alpha 2 konkurrierende Betriebssysteme momentan noch wegfegt. Hier soll die nächste Alpha Abhilfe schaffen. Der Kompiler GCC kommt in Version 4.4 und Ext 4 heißt das neue Default-Dateisystem. Wer Ubuntus zweite Alpha herunterladen will, findet hier die Download-Versionen:
Ubuntu (und Netbook Remix, MIDs und für Server)
Kubuntu
Xubuntu
ARM-Prozessoren



