Zur Zukunft des Non-PAE-Kernel in Ubuntu

Auf der Ubuntu-Mailingliste hat ist eine Diskussion zum Einsatz des Non-PAE-Kernels entbrannt. Fliegt er aus der Distribution, laufen einige alte Rechner nicht mehr unter Ubuntu.

Das Kernel-Team von Ubuntu hat alle Hände voll zu tun. Tim Gardner schlug daher vor, den Support für den Non-PAE-Kernel einzustellen, was eine längere Diskussion in Gang setzte. Zur Erklärung: PAE steht für Physical Address Extension. Diese Erweiterung moderner CPUs sorgt dafür, dass diese mehr als 4 GByte Hauptspeicher verwenden können, andernfalls beschränkt die Wortbreite der 32-Bit-Prozessoren den Zugriff.

PAE wurde – bis auf ein paar Ausnahmen – zusammen mit dem Intel Pentium Pro und dem AMD Athlon eingeführt. Wie sich nun auf der Mailingliste zeigte, würde aber das Entfernen dieses Kernels viele sehr alte Rechner lahmlegen, denen Ubuntu (oder meist eines der Derivate) ein zweites Leben einhaucht.

So erklärte Julien Lavergne vom Lubuntu-Projekt, bei einem Verzicht auf den PAE-Kernel würde Lubuntus Hauptzielgruppe verschwinden. Andere Ubuntu-Nutzer und -Entwickler wiesen auf die Thin-Clients hin. Diese häufig sehr alten Rechner dienen als Terminals, um auf Servern zu arbeiten. Nicht zuletzt wandte ein Kommentator ein, dass in Schwellen- und Entwicklungsländern nicht selten sehr alte Rechner zum Einsatz kommen. Fällt der Support für den PAE-Kernel weg, könnten diese Nutzer ihre Rechner nicht mehr zusammen mit Ubuntu verwenden.

Steve Langasek, der ehemalige Release Manager von Ubuntu, votierte daher dafür, den Kernel noch für die Version 12.04 zu bauen und diese alten Rechner damit zumindest noch fünf Jahre länger zu unterstützen: “Ich denke, dieser Thread ist ein Beweis dafür, dass Non-PAE-Hardware für den Support-Zeitraum von 12.04 noch für einige unserer Nutzer interessant ist und wir sollten daher in Betracht ziehen, diese Variante auch für 12.04 anzubieten.”

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