Yoggie Pico: Linux-basierte USB-Sicherung

Der israelische Sicherheitsspezialist Yoggie Security Systems hat eine Sicherheitslösung vorgestellt, die kaum größer als ein USB-Stick ist. Noch ist das Linux-System nur für Windows einsetzbar, Versionen für Linux und Mac-OS X sollen folgen.

Der “Yoggie Pico” wird von einem Intel PXA27-Prozessor mit 520 MHz betrieben und verfügt über je 128 MByte RAM- und Flash-Speicher. Zum Einsatz kommt ein eigenes System mit 2.6er Kernel. Dreizehn Anwendungen von Anti-Viren-Software bis hin zu einem VPN-Client (nur Pro-Version) sollen für Sicherheit sorgen. An den zu schützenden Computer wird das Gerät via USB 2.0 angeschlossen. So sollen in 100-Mbit-Netzwerken kaum Verzögerungen beim Datenverkehr spürbar sein.

Einmal am Rechner angeschlossen und installiert, fügt sich der Pico transparent ins System ein und kontrolliert den Datenverkehr. Zusätzliche Sicherheitssysteme auf dem geschützten Computer sollen nicht von Nöten sein, was zusätzliche in einer geringeren Systemauslastung resultiert.

Bei jedem Start des Sicherheitssystems bezieht der Yoggie Pico über SSL-gesicherte Leitung aktuelle Updates für Firewall und Anti-Viren-Lösung vom Yoggie-Zentralserver. Danach aktualisiert sich das Gerät im Fünf-Minuten-Rhythmus automatisch. Die Konfiguration erfolgt über ein gesichertes lokales Web-Interface. Dieses ist die einzige Möglichkeit Änderungen am Gerät vorzunehmen. Von WAN-Seite her ist der Pico nicht ansprechbar.

Drei der dreizehn Anwendungen wurden nach Herstellerangaben von dritter Seite lizenziert. Dazu gehört unter anderem die Anti-Viren-Lösung von Kaspersky. Die Kernkomponenten des Sicherheitssystems stellen die Intrusion-Detection-Software Snort und der HTTP-Anti-Viren-Proxy HAVP dar.

Der Yoggie Pico soll ab Juni für rund 180 US-Dollar ausgeliefert werden. Der Preis umfasst ein einjähriges Abonnement für Updates. Nach Ablauf des ersten Jahres kosten Updates 30 US-Dollar pro Jahr. Die Pro-Version der Sicherheitslösung kostet 20 US-Dollar mehr und bringt zusätzlich VPN-Funktionalität. Anfangs wird der Pico lediglich mit Windows-Systemen laufen. Treiber und Systemintegration für Linux und Mac-OS sind nach Herstelleraussagen in Arbeit. Alle Informationen zum Gerät und eine Beschreibung aller Sicherheitsanwendungen hat der Hersteller auf seiner Website zusammengefasst.

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