Die Macher von Xen Orchestra kündigen mit Version 4.0 die bislang größte Release ihrer kommerziellen Software an. Diese unterstützt erstmals Docker und fortgeschrittene ACLs, automatisiert Xen-Server-Updates und verbessert die Darstellung auf Mobilgeräten.
Zu den Neuerungen von Xen Orchestra gehören fortgeschrittene Access Control Lists (ACLs). Objekte lassen sich nun mit Rollen versehen, einem fein granulierten Set aus Zugriffsberechtigungen für Dateien und Ordner. So festgelegte Rollen wendet der Admin dann auf User und Gruppen an. Eine Liste vorkonfigurierter Rollen liefert der Blogeintrag.
Patches für die Server entdeckt Xen Orchestra 4.0 automatisch, wodurch aufwändige Besuchs- und Download-Orgien auf der Citrix-Webseite wegfallen. Die Software appliziert die Updates dabei nach einem Streaming-Modell, sie lassen sich bereits während des Downloads auf die Server anwenden. Verwalten Admins Docker-Container mit Hilfe von Xens X-API, erhalten sie nun auch eine rudimentäre Container-Kontrolle über die Weboberfläche. Das Projekt will dieses Feature in naher Zukunft weiter ausbauen.
Neuerdings stellen zudem Mobilgeräte dank einiger Design-Änderungen die grafische Oberfläche für Xen Orchestra besser dar, zeigt die Weboberfläche viele Ergebnisse seitenweise an und liefert ein Bereich grafische Statistiken zur Auslastung eines Hosts. Nicht zuletzt haben die Entwickler die Engine beschleunigt, geben aber zu, dass hier noch Luft nach oben ist. Insbesondere Setups mit vielen Hosts seien ein Problem. Wer Xen für massives XML-Decoding nutze, das sehr CPU-intensiv sei, solle besser auf die Version 4.1 warten.
Xen Orchestra lässt sich kostenlos ausprobieren oder in einer rudimentären Variante verwenden. Ansonsten bietet der Hersteller unterschiedliche Preismodelle an, die aktuell von 70 bis 200 US-Dollar pro Monat reichen.





