x264-Entwickler kritisiert VP8

Der x264-Hauptentwickler Jason Garrett-Glaser hat VP8 unter die Lupe genommen und kommentiert Patent- und Implementierungsprobleme sowie Performance und Effizienz in Relation zu H.264 .

Der Informatik-Student aus Kalifornien gibt als Codec-Experte sein Urteil über die gerade erst frei gewordene Spezifikation von VP8 ab. Der von der frisch adoptierten Google-Tochter On2 entwickelte Codec kommt nicht gut weg.

Beim wichtigsten Thema Patente kommt Garrett-Glaser zu dem Urteil, dass VP8 viel zu ähnlich sei zu H.264, als dass Patentprobleme ausgeschlossen werden könnten – selbst Microsofts VC-1 unterscheide sich mehr. Einige der implementierten Techniken seien nahezu identisch zu den patentierten Techniken von H.264, wohingegen On2 wichtige andere nicht implementiert habe (etwa B-Frames, die 10 bis 20 Prozent bessere Qualität bringen). Der Blogeintrag behandelt noch weitere Themen.

Jason Garrett-Glaser ist einer der Hauptverantwortlichen für den freien H.264-Encoder x264, der im Vergleich zu anderen Encodern sowohl schnell ist, als auch bessere Qualität bei niedrigeren Bitraten liefert. Dank seinen Assembler-Optimierungen, die immer die neuesten Befehlserweiterungen von Intel und AMD nutzen, ist x264 fast fünf mal schneller als mit dem reinen C-Code. Seit Kurzem kann x264 auch Blu-ray.

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