Winds 2.0: Plattformübergreifender RSS-Reader

Nichts weniger als RSS wiederzubeleben hat sich der Anbieter Stream auf die Fahnen geschrieben und veröffentlicht die quelloffene und podcast-fähige App Winds 2.0.

Tatsächlich erfindet Stream dafür nicht das RSS-Format neu, sondern bietet eine mit Node, Redux und React entwickelte App an. Die läuft plattformübergreifend und lässt sich auf dem eigenen Server hosten, als gehostete Version mieten oder einfach als kostenlose App verwenden und bringt eine schnelle Suche mit. Das Interface wirkt auf den ersten Blick recht übersichtlich, ein Blick auf die Roadmap zeigt aber auch, dass noch einige sinnvolle Features fehlen.

RSS-Revival?

Mit der App, schreibt Entwickler Thierry Schellenbach in der Ankündigung, wolle man das Interesse an RSS-Feeds wieder stärken. Nicht nur würden immer weniger Inhalte-Anbieter auch RSS-Feeds für ihre Angebote veröffentlichen, auch die Zahl der Clients sinke. Tatsächlich, und darauf weisen auch einige Kommentare zur Ankündigung hin, sind es vor allem soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook und Google Plus, die auf RSS-Feeds verzichten, um Leser auf ihre Webseiten zu locken.

Winds 2.0 will RSS-Feeds wiederbeleben (Quelle: https://getstream.io)

Ob eine neue App also den allgemeinen Zustand von RSS verbessern kann, ist fraglich. Aber der Versuch ist ehrenwert und das Unternehmen hofft wohl auch auf freiwillige Entwickler, die Winds 2.0 verbessern. Für Nutzer, die RSS nie aufgegeben haben, dürfte der Reader eine weitere Alternative zu bestehenden Anwendungen sein (von denen das kommende Linux-Magazin übrigens einige testet). Ubuntu-Nutzer finden Winds 2.0 beispielsweise als Snap im Snap Store. Daneben wartet die Software im Quellcode auch auf Github, sie steht unter der MIT-Lizenz.

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