Wettbewerb: XML für Minibrowser in VoIP-Telefonen

Die Firma Snom ruft dazu auf, einfallsreiche XML-Applikationen für den Minibrowser ihrer Linux-basierten VoIP-Telefone zu schreiben. Die Beiträge sollen unter BSD-Lizenz veröffentlicht werden.

Bis zum 22. Oktober um 18.00 Uhr sind alle volljährigen XML-Programmierer eingeladen, Code für XML-Applikationen aus den Sparten Business oder Lifestyle einzureichen. Mehrere Beiträge sind ausdrücklich erlaubt. Die XML-Anwendungen müssen für den Mini-Browser konzipiert sein, der auf allen Snom-Telefonen mit der Firmware 7.1.17 oder höher läuft.

Teilnahmebedingung ist, dass die Beiträge unter der FreeBSD-Lizenz eingereicht werden. Sind sie in einer Skript-Sprache verfasst, ist der Link zu einer Online-Demo mitzuliefern. Zu gewinnen gibt es Messepräsentationen für die Erstplatzierten und Telko-Geräte verschiedener Sponsoren für die ersten Fünf jeweils im Business- und Lifestyle-Bereich.

Beispiele für Business-Applikationen sind ein Taschenrechner, ein Währungsrechner oder ein Fachwörterbuch. Unter Lifestyle-Applikationen laufen etwa ein Short-Message-System, eine Anzeige der Telefonkosten oder sogar in XML implementierte Haus-Automatisierungstechniken zum Öffnen der Haus- oder Garagentür. Gewünscht ist Einfallsreichtum, oder wie das (englischsprachige) Contest-Wiki sagt: “Wir finden es ist Zeit, dieses großartige Tool nicht mehr an langweilige Börsenkursanzeigen zu verschwenden.”

Derzeit verfügen die Telefone laut Dokumentation nur über ein XML-gesteuertes Telefonverzeichnis, außerdem eine XML-Bibliotheken für PHP. Der Mini-Browser ist dazu gedacht, über die Telefontastatur serverseitige http/https-Dienste zu benutzen, zum Beispiel Wettervorhersagen, To-Do-Listen oder eben Aktienkurse. Der Browser verarbeitet bestimmte XML-Objekte, zum Beispiel eine definierte Menge von Buchstaben- oder Ziffernfelder, deren Inhalt als Parameter eines Server-Prozesses an eine URL übergeben werden.

Die Berliner Firma Snom bietet neben den Binärdateien ihrer Firmware auch den GPL-Quellcode in Form eines Baukastens an, der unter anderem einen gepatchtem Linux-Kernel, Treiber und Tools zur Generierung der ROM-Images enthält.

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