Wayland 1.5: Runter auf 14 Bugs

Displayserver Wayland und der Compositor-Prototyp Weston sind in Version 1.5 erschienen, die wenig neue Features mitbringt, dafür aber auch weniger Bugs.

Man habe auf die Aufnahme einer Reihe neuer Features verzichtet, schreibt Hauptentwickler Kristian Høgsberg in der Ankündigung auf der Mailingliste. Stattdessen habe man die Zahl der Bugs gesenkt, zeitweise sogar auf nur 14. Wayland verwendet in der neuen Version nicht-rekursive Makefiles und eine interne Warteschlange für “wl_display”-Events.

Mehr Änderungen gibt es für Weston. Die XDG-Shell für Weston ist noch immer nicht vollständig, immerhin wurde aber das Minimieren-Feature implementiert. Die finale Version der Shell erwartet Høgsberg für Weston 1.6. Der Input-Stack wurde in die Libinput ausgelagert. Weston lässt sich dorthin verlinken, stützt sich aber standardmäßig auf den internen Input-Code. Liegt ein stabiles API für Libinput vor, werde man diese fest an Weston binden.

Auch neu: Weston verwendet nun den neuen Xwayland-Server, der nun in X.org als Alternative zu Xwin und Xnest auftaucht (Linux-Magazin berichtete). Dank Glamor könne man nun auch eine vernünftige 2-D-Beschleunigung verwenden. Xwayland soll mit X.org 1.16 veröffentlicht werden. Des weiteren gibt es nun eine Animation beim Schließen eines Fensters sowie eine Vollbild-Shell, die Wayland für den Einsatz im Kiosk-Mode vorbereitet.

Weitere Details und die Pläne für die nahe Zukunft verrät der Mailinglisteneintrag, der auch den Quellcode für Wayland und Weston gleich zu Beginn verlinkt.

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