Wafer-Scale-System schlägt Supercomputer

Ein System von Cerebras mit dem weltgrößten Prozessorchip im Format einer kompletten Wafer (72 Quadratinch, 462 Quadratzentimeter) hat ein lineares Gleichungssystem 200mal schneller gelöst als einer der derzeit schnellsten Supercomputer in den USA mit 84 000 CPU-Kernen.

Gleichungen wie die in dem Benchmark kommen vor allem in der Strömungsberechnung vor (Computational Fluid Dynamics, CFD). Sie werden in der Wettervorhersage aber auch für Berechnungen der Aerodynamik oder bei der Erkundung von Öl- und Gasvorkommen eingesetzt. Auf dem im Vergleich zu konventionellen CPUS ungefähr 60mal größeren Chip im siegreichen System befanden sich 400 000 CPU-Kerne inklusive eigenem Speicher und eigener Netzwerkanbindung. Der große Geschwindigkeitsvorteil soll insbesondere aus der hohen Speicherperformance, der effizienten Kommunikation der Prozessoren untereinander und des auf hohe Bandbreiten hin optimierten Chip-Designs resultieren. Der deklassierte Kontrahent ist immerhin auf Platz 24 der US-Rangliste und auf Platz 82 der weltweiten Top500 gelistet.

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