W3C macht DRM-Extensions zum Standard – Electronic Frontier Foundation protestiert

Das World Wide Web Consortium (W3C) hat die Encrypted Media Extensions (EME) zum Webstandard empfohlen. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) protestiert gegen die Aufnahme des Digital Rights Management in den Brwoser und verlässt das Konsortium.

Dass das W3C den Encrypted Media Extensions zu den Weihen eines Webstandards verholfen hat, erzürnt die EFF. Einziger Sinn und Zweck der EME sei die Implementierung von DRM in den Brwoser, so die EFF in einem offenen Brief an das W3C. Damit verrate das W3C seine moralische Autorität, so die EFF. Es sei unverständlich, weshalb eine den Nutzer einschränkende Technologie zum Standard gekürt werde. Die EFF habe dem Konsortium schon bei Bekanntwerden der Pläne zur Aufnahme von EME einen Kompromissvorschlag unterbreitet, der aber nicht angenommen worden sei. Dass EME nun zum Standard ausgerufen werde, bedeute eine Einschränkung der Nutzerfreiheit und öffne auch eine unberechenbare Angriffsfläche im Browser. Es sei künftig auch nicht mehr möglich, notwendige Anpassungen des Contents vorzunehmen, etwa für Menschen mit Behinderungen. Das W3C werde diese Entscheidung bereuen, glaubt die EFF. Es sei einigen gewichtigen Mitgliedern gelungen, ihren Willen und damit EME durchzusetzen, schreibt die Foundation. Der Direktor des W3C, Tim Berners Lee habe sämtliche Bedenken der Mitglieder gegen EME persönlich abgetan und stattdessen die Errungenschaften des EME hervorgehoben.

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