Virt-Manager ist eine grafische Oberfläche für Qemu und jetzt in Version 1.4 erschienen. Dank Spice und Virgil kann der Host-Nutzer nun auch erste Open-GL-Möglichkeiten der VMs abrufen.
Wer in Fedora 24 mit Spice auf eine mit Virt-Manager betriebene VM zugreift, kann dank Virgil nun eine erste 3D-Beschleunigung nutzen. Als Projekt versucht Virgil, Qemu mit einer virtuellen 3D-Grafikkarte auszustatten, die Open-GL an den Host durchreicht. Spice wiederum ist ein Protokoll, das VNC und RDP ähnelt und es erlaubt, neben dem reinen Bildschirm auch Audio- und Videosignale zu übertragen. Mit Spice greift der Anwender also auf den Desktop zu, der in einer VM läuft.
Den ursprünglichen Support für Virgil gibt es bereits seit Qemu 2.5. Ganz ausgereift ist die Technologie aber offenbar nicht, oder war sie zumindest Ende Mai noch nicht, als Virt-Manager-Entwickler Cole Robinson darüber schrieb. Demnach funktioniert die 3D-Beschleunigung nicht mit “qemu:///system”, das die Standardeinstellung für Virt-Manager ist. Über die URI vermitteln User oder Apps der Libvirt, welchen Hypervisor sie verwenden soll, etwa Qemu, Xen oder LXC. Eine Alternative wäre “qemu:///session”.
Ist die 3D-Technologie aktiv, lässt sich die VM zudem nicht speichern oder auf eine Festplatte migrieren. Die VM muss sich zudem auf der lokalen Festplatte befinden und lässt sich dann nicht aus der Ferne bedienen. Zudem gebe es noch Probleme mit dem Rendern. Die User müssen die Fenstergröße ändern, bevor sie die Displayausgabe sehen. Das sei Upstream zwar repariert, aber noch nicht in Fedora 24 gelandet. Auch im Umgang mit zwei VMs, die Open-GL nutzen, gebe es Probleme. Daher muss, er das Feature verwenden will, dies explizit beim Start über die Kommandozeile angeben.





