Zwei Tage lang schwebten Linux-Interessierte in der Hochschule von St. Augustin auf Wolken: Die Konferenz steht im Zeichen von Cloud Computing – ein Definitionsversuch .
Konferenzleiter David Roetzel verkündete zur Eröffnung der zweitägigen Konferenz, dass bei seinem Team besonders viele Beiträge zum Trendthema Cloud Computing eingingen. Da passte es, dass Canonicals Simon Wardley das Thema in seiner Keynote aufgriff. Beim Ubuntu-Anbieter ist er Software Services Manager, auf der Froscon hinterfragte er Definition und Hintergrund des Hypes. So habe er
Dutzende von Defintionen des Begriffes bei seiner Vorbereitung gefunden, die meisten Anbieter hingegen interpretierten es als “mein Produkt”.
So hatte er zunächst die Lacher auf seiner Seite bevor er – etwas untypisch für eine Entwicklerkonferenz – in einem längeren wirtschaftswissenschaftlichen Exkurs die Notwendigkeit beschrieb, technische Innovationen in Dienstleistung zu überführen. Computer ins Internet zu bringen, sei genau bei diesem Punkt angelangt, befand der Brite. So forderte er Platformen, die Anwendern die Option offen ließen, leicht von einem Anbieter zum anderen zu wechseln. Das sei nur mit Open Source möglich. Schließlich wurde er noch konkreter, wie sich Canonical eine solche Plattform vorstellt: Ab Ubuntu 9.10 stünde eine Cloud-fähige Version der Distribution zur Verfügung, die auf KVM als Virtualisierungslösung, Amazon EC2 sowie Eucalyptus zur Verwaltung setze.
Auch andere Vorträge griffen das Thema auf, etwa Fabrizion Manfredi mit seinem Beitrag zur lokalen Cloud oder LIVE-Vorsitzender Elmar Geese, der über Lizenzen von Software as a Service referierte. Die
Veranstaltung listet über 60 Vorträge, dazu Workshops und 55 Aussteller in ihrem Programm.





