VerSys: Freie Testplattform mit virtuellem RISC-V-Chip

Das Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat mit VerSys ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit rund 1,6 Millionen Euro gefördertes Projekt gestartet. VerSys dient als freie Verifikationsplattform für Software auf einem virtuellen RISC-V-Chip.

Wie das DFKI mitteilt, erleben Open-Source-Architekturen für Hardware zunehmende Popularität. RISC-V-Prozessoren, die mithilfe einer Open-Source-Lizenz frei entworfen, hergestellt und vertrieben werden können, seien dabei Vorreiter. Die offene Befehlssatz-Architektur biete neben wegfallenden Patentgebühren Vorteile durch seine Standardisierung, Erweiterbarkeit und Herstellerunabhängigkeit.

Der DFKI-Forschungsbereich Cyber-Physical Systems will mit dem Projekt VerSys eine Lücke im Verfikationssystem schließen. Denn obwohl die Verifikation von Software durch virtuelle Prototypen für Computerchips Standard in der Industrie sei, fehle für RISC-V dieser Prototyp bisher. Dies soll sich nun ändern, das DFKI entwickelt eine offene Verifikationsplattform, auf der Software mithilfe eines virtuellen RISC-V-Chips getestet werden kann. Die quelloffene Verifikationsplattform soll skalierbar, modular und leicht an die Anforderungen der Nutzer anpassbar sein, teilt das DFKI mit. Das Projekt werde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von drei Jahren mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. Die Plattform soll im Anschluss mit Industriepartnern weiterentwickelt und industriell einsetzbar gemacht werden.

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