Version 12.8: Update für Gitlab

Einige Varianten der Gitlab-Version 12.8 erlauben es, mit einem Log Explorer verteilte Logdateien an einem Ort zu inspizieren. Außerdem lassen sich Merge Requests nun mit Compliance-Informationen versehen.

Zu den herausragenden Neuerungen gehört der Log Explorer, den es allerdings nur für die kostenpflichtigen Ultimate- und Gold-Varianten von Gitlab gibt. Der macht es einfach, auf die in einem Kubernetes-Cluster verteilten Logdateien einen zentralen Zugriff zu erhalten. Denn: Verteilte Logs sind bislang oft umständlich zugänglich. Der Explorer erlaubt den Zugriff auf verschiedene Logfiles aus einer Hand und bietet neben einer Volltextsuche auch Filtermöglichkeiten an. Um diese neue Option einzusetzen, installiert der Admin in der verwalteten Gitlab-Version den Elastic Stack im Kubernetes-Cluster.

Organisationen müssen, wenn sie Merge Requests (MRs) akzeptieren, unter Umständen darauf achten, dass diese nicht mit dem hauseigenen Compliance-Frameworks kollidieren, etwa “SOC 2, ISO 27001, GDPR, SOX, HIPAA oder PCI-DSS”. Oft gibt es dann spezielle Anforderungen an die Code-Beiträge. Gitlab startet nun damit, eine Compliance-Perspektive in die Software zu integrieren. Der erste Schritt ist nun mit dem Compliance Dashboard getan, welches die Contributions nach Gruppen sortiert und einen schnelleren Blick auf mögliche rechtliche Risiken gewährt. Auch dieses Feature steckt nur in den Gold- und Ultimate-Versionen.

Blockade-Politik

Auch verbessert wurde der Umgang mit Blockern: Dabei handelt es sich um Bugs in der Software, die unbedingt behoben werden müssen, bevor die Software in Produktion geht oder veröffentlicht wird. Gitlab kann nun bestimmte Issues als Blocker markieren (“Blocks”) oder zeigen, wenn sich ein bestimmter Issue aktuell nicht lösen lässt, ohne zuvor ein anderes offenes Problem zu lösen (“blocked by”). In der Core- und Free-Variante gibt es dieses Feature bislang noch nicht, in den Bezahlversionen ist es an Bord.

Neue Features, die sämtliche Gitlab-Varianten betreffen, gibt es auch. So lassen sich Environments nun nach einer bestimmten Zeit automatisch beenden, etwa nach einer Woche. Auch Scans zur Barrierefreiheit einer Software oder Webanwendung schließt Gitlab in sämtliche Versionen mit ein. Über sie erfahren Entwickler, ob sie in den genannten Bereichen noch Verbesserungen anbringen sollen. Nicht zuletzt gibt es für die Web IDE ein dunkles Theme für Syntax Highlighting. Weitere Änderungen verrät die Ankündigung.

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