Vor etwa zehn Monaten wurde Jailhouse angekündigt, ein neuer Hypervisor für Linux, den Siemens entwickelt. Nun ist eine erste Version 0.1 erschienen.
Die Ankündigung auf der Mailingliste verrät mehr zu den Einzelheiten. Demnach sind nun alle wichtigen Funktionen, um Jailhouse auf Intels x86-CPUs zu nutzen, am Platz. Dazu gehört VT-d DMA und Interrupt Remapping, um zugeordnete PCI-Geräte vom Hypervisor und anderen Zellen, so heißen die separat laufenden Linux-Systeme und ihre Echtzeit-Anwendungen, zu trennen.
Die Entwickler von Jailhouse haben zudem einen Generator für Systemkonfigurationsdateien eingeführt und erweitert, um die Benutzbarkeit von Jailhouse zu verbessern. Des Weiteren ist nun ein Framework vorhanden, um Anwendungen für die Zellen zu entwickeln. Mit ein paar Zeilen C ließen sich Timer Interrupts setzen, Uhren lesen und PCI-Geräte konfigurieren, heißt es im Announcement.
Jailhouse soll im Gegensatz zu KVM oder Xen einfach und schlank sein und übernimmt nach dem Start die volle Kontrolle über die Hardware. Geladen und konfiguriert wird es über ein normales Linux-System. Wer einen Blick auf die erste Release werfen möchte, wird auf Github fündig, die Software steht unter der GPLv2.





