Jean-Baptiste Mardelle ist wieder da. Vor allem auf der Mailingliste des KDE-Video-Editors hatten sich andere Entwickler große Sorgen um den seit Monaten untergetauchten Programmierer gemacht.
Mardelle, Projektleiter von Kdenlive, habe früher immer Bescheid gegeben, wenn er für mehrere Tage unterwegs sei, und auch deshalb sorgte sein kommentarloses Verschwinden seit Juli 2013 (hier sein letzter Blogeintrag und die wenig aufschlussreiche letzte Mail auf der Mailingliste) für zunehmende Sorge in der Community des Video-Editors.
Das Ende von Kdenlive?
Im November machten Entwickler-Kollegen das Verschwinden publik, auch weil es ohne sein Mastermind zu einem vorübergehenden Stopp des Projektes ohne jeden neuen Git-Commits und zu Spekulationen über das Ende von Kdenlive geführt hatte. Über Mailingliste und Slashdot-Aufrufe hatte die Community nach Mardelle gefahndet, bis vor Kurzem jedoch erfolglos.

Frei, außerordentlich mächtig – und doch kurz vor dem Ende? Kdenlive vermisste seinen Hauptentwickler.
Am Rohr
Schlussendlich war es ein Telefonanruf (!) von Vincent Pinon, der Mardelle ausfindig machte. “Stellt Euch vor, ich habe wirklich seine Nummer gefunden, ihn angerufen und mit ihm GEREDET!”. In der Mail von Anfang Dezember erklärt Pinon, warum sich Marbelle zurückgezogen habe (er brauchte eine Auszeit), in dem sich anschließenden und andauernden Thread auf der Mailingliste diskutieren die Entwickler die weitere Zukunft des Projektes.
Helfer gesucht
Kdenlive sucht jetzt Contributors und Programmierer, die sich ums Git kümmern, Qualitätsmanagement am Code übernehmen können und Features wie GPU-Rendering und den geplanten Qt5-Port sowie das neue geplante Kdenlive Design angehen wollen. Im Zuge der Reorganisation ist Kdenlive jetzt auch unter der Obhut des KDE-Projektes gelandet und könne, so hoffen einige Entwickler deshalb auch von Ressourcen, Funding oder dessen Erfahrungen etwa rund um den Google Summer of Code profitieren.




