US-Schule verteilt Ubuntu-Laptops

In einem Schuldistrikt im US-Staat Pennsylvania stellt die Schulbehörde ihren Schülern seit neuestem Laptops mit vorinstalliertem Ubuntu zur Verfügung.

Noch immer setzen auch die Schulen in Deutschland mehrheitlich Windows ein. Ausnahmen, wie das Katharineum zu Lübeck, das Ubuntu verwendet, bestätigen eher die Regel. Kein Wunder: Anstelle von professionellen Dienstleistern oder Computerexperten betreuen häufig gewöhnliche Lehrer mit mehr oder weniger begrenzten Computerkenntnissen und zeitlichen Ressourcen nebenbei den Computer-Pool.

Schüler und das IT-Team bereiten die Ubuntu-Laptops vor. (Bildquelle: http://www.pennmanor.net/techblog)

Schüler und das IT-Team bereiten die Ubuntu-Laptops vor. (Bildquelle: http://www.pennmanor.net/techblog)

Doch es gibt auch immer wieder Schulen, die den Umstieg auf Open-Source-Software wagen. Ein anschauliches Beispiel für so einen Wechsel liefert nun der Penn Manor School District in Pennsylvania. Dort erhielten nun 1725 Schüler der Penn Manor High School Notebooks (Acer Travelmate TMB 113) mit vorinstalliertem Ubuntu und einigen bekannten Programmen wie Blender, Gimp, Libre Office, Audacity und Open Shot.

Das IT-Team installierte die Software nicht einfach, sondern machte ein Lernereignis daraus. Zahlreiche Schüler und Freiwillige unterstützten den Installationsmarathon, der für die rund 1700 Laptops etwa 24 Stunden andauerte. Ein eigener “Student Help Desk” wurde gegründet. Um die Images nicht einzeln und per Hand auf alle Rechner spielen zu müssen, entwickelten Schüler ein Tool namens FLDT, das die Schule auf Github zum Download anbietet. Es basiert auf Partclone und UDP-Cast und kopiert ein Ubuntu-Image von einem Master-Laptop zeitgleich auf bis zu 50 Client-Laptops.

Die Umstellung brauchte dabei einigen Vorlauf: Die Planungen dauerten etwa ein Jahr und bezog auch die Eltern sowie die Schüler mit ein. Wer sich praktische Fragen zu den Bedingungen stellt, unter denen die Schüler die Laptops erhalten (Haftung, Aufbewahrung etc.) findet viele Antworten in einer FAQ für die Eltern. Möglicherweise sind darin auch nützliche Informationen für Schulen in Deutschland enthalten: Da der Support für Windows XP demnächst ausläuft, steht in vielen Schulen ohnehin ein IT-Upgrade an.

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