Univention Summit: Digitale Souveränität ist das Ziel

Mit rund aktiven 600 Besuchern des 13. Univention Summits, der Ende Januar virtuell abgehalten wurde, hat das Event des Bremer Open-Source-Spezialisten einen um 20 Prozent gesteigerten Zulauf. Zum Motto für den Kongress hatte Univention die Digitale Souveränität gewählt.

Das Treffen von Vertretern aus der IT-Branche und Anwenderorganisationen bezeichnet Univention als zentralen Treffpunkt der deutschen Open-Source-Gemeinde. „Die Corona-Krise hat die Schwächen Deutschlands bei der Digitalisierung schonungslos offengelegt – dennoch haben wir im vergangenen Jahr sehr viel erreicht“, sagte Univentions CEO Peter Ganten.

Im Panel-Gespräch zum Thema „Digitale Souveränität in der Öffentlichen Verwaltung“ sagte der Bremer Staatsrat Martin Hagen, dass „wir uns digitale Souveränität erarbeiten müssen, weil wir noch nicht souverän sind“. Er forderte eine entsprechende „Änderung der Vergabepraxis in Bund und Ländern“. Johann Bizer, CEO von Dataport, sagte, dass mit Phoenix, einem webbasierten Open-Source-Arbeitsplatz für den öffentlichen Sektor aus seinem Haus, ein wichtiges Projekt für mehr digitale Unabhängigkeit für die öffentliche Hand ermöglichen wird. Peter Ganten fasste zusammen: „Die klare Botschaft ist, dass man im Norden gemeinsam voranschreitet, um Digitale Souveränität zu realisieren und dabei Open-Source-Lösungen bereits umsetzt, statt nur darüber zu reden.“

Univention hat zudem angekündigt, gemeinsam mit dem Land Bremen und der Mathematik-Lernplattform Bettermarks einen ID-Broker zu entwickeln, mit dem es bis zum kommenden Schuljahreswechsel möglich sein soll, über eine standardisierte zentrale Authentifizierungsschnittstelle unterschiedliche digitale Bildungsangebote bundesweit miteinander zu vernetzen.

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