Unity 8 soll ab Ubuntu 14.10 QML-Apps auf dem Desktop erlauben. Zu diesen Apps könnte auch ein neuer Dateimanager gehören, der dann Nautilus ablösen würde. Pläne dazu entwickelt das Projekt zur Zeit auf Ubuntus Mailingliste.
Wer im aktuellen Ubuntu 13.10 den Dateimanager Nautilus verwendet, muss mit Überraschungen rechnen: Das Fenster lässt sich über [F3] nicht mehr in zwei Bereiche aufteilen (eine beliebte Funktion bei vielen Usern), zugleich funktioniert die Integration von Code Repositories über Rabbit-VCS nicht mehr wie gehabt und haben die Gnome-Entwickler zudem die ausführliche Datumsanzeige für Dateien weg gepatcht.
Das macht den Umgang mit Nautilus für einige Anwender zu einer wenig erquicklichen Erfahrung, oft hilft nur der Wechsel zu Nemo oder Caja. Auch die Ubuntu-Entwickler sind schon länger unglücklich mit dem reduzierten Funktionsumfang und überlegen nun, wie sie in Zukunft verfahren wollen. Da Unity 8 ab Ubuntu 14.10 auch QML-Apps verwenden soll, schlägt Ubuntu-Entwickler Oliver Grawert auf der Mailingliste vor, Feature-Anforderungen für einen neuen Browser auf Basis von QML zu sammeln.
Die Arbeit müsse allerdings nicht bei Null beginnen, denn es gibt bereits einen Dateimanager auf QML-Basis, der auf Smartphones und Tablets läuft und sich auch an größere Bildschirme anpasst. Dessen Code möchte Grawert nun als Grundlage für Unity 8 verwenden. Community-Manager Jono Bacon hält das für eine gute Idee und schlägt vor, eine rudimentäre Vorschau des Dateimanagers bereits mit Ubuntu 14.04 zu veröffentlichen.




