Canonical hat in seinem Blog die neue Ausgabe von Ubuntu für IoT-Geräte angekündigt. Ubuntu Core 18 erhält 10 Jahre lang Security-Support und basiert auf Ubuntu 18.04.
In der Ankündigung des Systems, das bereits seit Dezember zum Download bereitsteht, kommt auch Dell zu Wort. Das Unternehmen habe in den letzten drei Jahren daran gearbeitet, Ubuntu Core für alle hauseigenen Edge-Gateway-Plattformen zu zertifizieren. Das System werde 10 Jahre lang Security-Updates von Canonical erhalten. Geräte-spezifische Service License Agreements (SLAs) sollen sicherstellen, dass Hersteller oder Unternehmen entscheiden, welche Updates auf den Geräten landen.
Sicherheit spielt gerade im IoT-Bereich eine tragende Rolle, und Canonical will dem mit Ubuntu Core 18 Rechnung tragen. Die Distribution bringe nur wenige Pakete mit und biete so im Originalzustand eine geringe Angriffsfläche, brauche weniger Updates und lasse mehr Speicherplatz für Anwendungen und Daten der Nutzer.
Sandboxes
Die in Ubuntu Core mitgelieferten Snaps laufen dabei in Sandboxes, lassen sich nicht verändern, notfalls zurückrollen und zugleich jederzeit über digitale Signaturen verifizieren. Das erschwere es, diese Anwendungen zu manipulieren. Gelänge das dennoch, würden die schadhaften Anwendungen im System zu wenig Rechte besitzen, um auf andere systemrelevante Komponenten zuzugreifen.
Laut Ankündigung finden zudem regelmäßig Scans aller installierten Apps statt, was auch die von Firmen oder Herstellern einschließt. Die erfahren so von Sicherheitslücken in ihren Stacks. Zugleich lasse sich für die gesamte Geräteflotte recht einfach überprüfen, welche Sicherheitslücken für welche Geräte behoben und Fixes ausgeliefert wurden.
Da sich IoT-Geräte in “freier Wildbahn” wesentlich schwieriger und mitunter gar nicht warten lassen, müssen die Ubuntu-Entwickler auch den Fall gescheiterter Updates in ihre Überlegungen einbeziehen. Ubuntu Core erlaube es, die Software auf die Factory-Version, die letzte gute Version und die neueste Version zu setzen. Schlage ein Update fehl, komme ein Backup-Kernel und OS zum Einsatz. Neue Software und Kernel markiere das System erst dann als gut, wenn sie erfolgreich gestartet und gelaufen seien.
Herunterladen lassen sich die Images für AMD64, i396 und verschiedene ARM-Plattformen, darunter den Raspberry Pi, über die CD-Server des Projekts.






