Canonical hat eine neue Version seiner beliebten Distribution Ubuntu veröffentlicht. Die sichtbaren Neuerungen halten sich jedoch in Grenzen: Neben aktualisierten Programmpaketen dürfen Anwender lediglich Unity 8 ausprobieren.
Ubuntu 16.10 nutzt den Linux-Kernel 4.8 und bringt LibreOffice 5.2 mit. Letztgenanntes basiert ab sofort auf GTK+ 3. Die Desktop-Umgebung stellt weiterhin Unity 7, die jetzt allerdings Anwendungen aus GNOME 3.20 und einige ausgewählte aus GNOME 3.22 übernimmt.
Wer mag, darf im Anmeldebildschirm auf das kommende Unity 8 umschalten. Anders als die Vorversion verlangt Unity 8 den Display-Server Mir, der wiederum den bewährten X-Server ersetzt. Mir befindet sich allerdings noch am Anfang seiner Entwicklung. So arbeitet es nicht mit allen Grafikkarten zusammen und kann noch keine X11-Programme ausführen. Folglich ist man auf Unity 8-Programme festgenagelt, von denen standardmäßig nur ein Terminal und ein einfacher Browser beiliegen.
Auch bei den Derivaten gibt es nur wenige Neuerungen: Kubuntu nutzt Plasma 5, Lubuntu wechselt erst in der Version 17.04 von LXDE auf LXQt und Ubuntu Gnome nutzt eine Mischung aus GNOME 3.20 und 3.22. In Mate Ubuntu klettert die Desktop-Umgebung Mate auf die Version 1.16. Nutzer des Ubuntu Server dürfen sich über Qemu 2.6.1, Libvirt 2.1, DPDK 16.07 und Open vSwitch 2.6 freuen. Canonical versorgt Ubuntu 16.10 bis zum Juli 2017 mit Aktualisierungen.
Die offizielle Ankündigung der neuen Version steht zwar noch aus, die Installationsmedien stehen allerdings schon auf dem Download-Server bereit.




