Michael Kennedy, Gründer von Talk Python und Fellow der Python Software Foundation hat die achte jährlichen Python-Entwicklerumfrage analysiert und fasst Highlights, Trends und wichtigsten Maßnahmen zusammen.
Die Umfrage wird in Zusammenarbeit zwischen der Python Software Foundation (PSF) und dem PyCharm-Team von JetBrains durchgeführt. Es gab mehr als 30.000 Antworten auf die Umfrage.
Eine der Erkenntnis heißt: Python-Entwickler verwenden in erster Linie Python. Was wie eine offensichtliche Tautologie klingt, ist nicht selbstverständlich, denn Entwickler verwenden viele Sprachen, die nicht ihre Hauptsprache sind. Beispielsweise verwenden Webentwickler in erster Linie Python, C# oder Java, aber sie verwenden auch CSS, HTML und sogar JavaScript, berichtet Michael Kennedy. Die Umfrage zeigt, dass 86 Prozent der Befragten Python als Hauptsprache für das Schreiben von Computerprogrammen, das Erstellen von Anwendungen, das Erstellen von APIs und vieles mehr verwenden.
Was für diejenigen, die schon seit langer Zeit programmieren, sei es leicht vorstellbar, dass die meisten Menschen in der Branche über eine angemessene Menge an Erfahrung verfügen. Aber so sieht das Python-Ökosystem insgesamt nicht aus, lautet eine weiteres Ergebnis. Denn genau 50 Prozent der Befragten haben weniger als zwei Jahre Berufserfahrung im Programmieren. Und 39 Prozent haben weniger als zwei Jahre Erfahrung mit Python – selbst als Hobby oder im Rahmen einer Ausbildung.
Das in der diesjährigen Umfrage 51 Prozent aller befragten Python-Entwickler mit der Datenauswertung und -verarbeitung befasst sind, wobei pandas und NumPy die am häufigsten verwendeten Tools dafür sind, sollte zu denken geben, schreibt Kennedy.
Viele in der Python-Expertenwelt sehen Python in drei Bereiche unterteilt: Ein Drittel Webentwicklung, ein Drittel Datenwissenschaft und reine Wissenschaft und ein Drittel als Sammelbecken für alles andere. Diese Einteilung müsse man überdenken, da Data Science mittlerweile den mit Abstand größten Teil von Python ausmache.
15 Prozent der Entwickler verwenden die aktuellste veröffentlichte Version von Python, aber in den meisten Fällen komme eine Version zum Einsatz, die ein Jahr oder älter ist (83 Prozent). Die Analyse lässt sich hier nachlesen.




