Das Unternehmen CBL Datenrettung stellt in seinem Rückblick auf das Jahr 2023 fest, dass Datenrettung bedingt durch technischen Fortschritt, Miniaturisierung und kompakterer Bauformen immer schwieriger wird.
Besonders SSD-Datenverluste seien im Vergleich zum Vorjahr komplexer geworden, teilt CBL mit. Auch bei defekten Smartphones erhöht sich bei neueren Modellen der Aufwand für die Datenrettung. Seit diesem Jahr seien erstmals mehr SMR- als CRM-Festplatten zur Datenrettung gekommen. Durch die höhere Speicherdichte würden Beschädigungen der Datenträgeroberfläche noch mehr Daten zerstören und unsachgemäße Versuche wirken sich noch verheerender aus, teilt CBL mit.
Das Unternehmen bescheinigt sich selbst Fortschritte bei der Datenrettung bei Geräten mit fest verlöteten SSDs. CBL habe etwa die Methoden für Microsoft Surface mit Bitlocker-Verschlüsselung sowie Apple Macbook Pro mit dem neuesten Betriebssystem MacOS Sonoma verbessern können. Der Arbeitsaufwand für die Datenrettung sei zwar gestiegen, im Vergleich zum Vorjahr sei aber auch die Zahl der erfolgreich ausgelesenen Speicherchips um 14 Prozent gewachsen.

Die beiden Platinen dieses iPhone X sind durch mechanische Kräfte auseinandergebrochen. Vor einer Datenrettung müssen erst die abgerissenen Pins (kupferfarben) repariert werden. Quelle: CBL
Auch bei der Smartphone-Datenrettung sei mehr Aufwand erforderlich. Viele Hersteller wie Samsung, Huawei oder Xiaomi würden auch auf Sandwich-PCBs setzen, die zuerst mit der Einführung des iPhone X aufgekommen seien. Feuchtigkeitsschäden würden dabei fast immer auch zwischen den Platinen auftreten und die Elektronik dieser Geräte so weit zu reparieren, dass man Daten auslesen kann, sei schwieriger als bei herkömmlichen Bauformen.
Tendenziell gesunken sei der Aufwand bei der Datenrettung von SD-Karten, USB-Sticks und ähnlichen Flash-Speicher-Medien. Hier sei es gelungen, durch den Einsatz von KI die Tools zu verbessern und den Aufwand der Softwareentwicklung für die Rettung von Flash-Speicher-Algorithmen zu senken.





