Zum dritten Mal in Folge führt Tianhe-2, ein Supercomputer der chinesischen Universität für Verteidigungstechnologie, mit 33,86 Petaflop/s die nunmehr 43. Top-500-Liste der weltschnellsten Computer an, die während der Opening Session der International Supercomputing Conference ISC’14 in Leipzig vorgestellt wurde.
Insgesamt verzeichnet die Liste diesmal weniger Änderungen in den Spitzenplätzen – unter den Top Ten befindet sich nur ein Neuzugang – und einen sich verlangsamenden Trend beim Performancezuwachs. Besonders die kleineren und mittleren Systeme beschleunigen weniger stark: Nahm die Performance des langsamsten der Superrechner (Platz 500) zwischen 1994 und 2008 noch jährlich um 90 Prozent zu, sank die Wachstumsrate in diesem Jahr auf 55 Prozent. In den vergangenen Jahren konnte dieser Trend noch durch die Installation weniger sehr großer Systeme konterkariert werden.
Beim Blick auf die Nationenwertung führen weiter die USA mit 233 Rechnern in der Liste. China legt zu und stellt nun 76 Top-500-Rechner, es folgen England mit 30, Frankreich mit 27 und Deutschland mit 23. Schaut man auf die Prozessorhersteller, dominiert Intel mit 85 Prozent, mit weitem Abstand gefolgt vom IBM-Power-Prozessor (8 Prozent) und AMD Opteron (6 Prozent). Der weltschnellste Rechner mit 3 120 000 Rechenkernen verwendet dabei genauso wie das System auf Platz 7 (Stampede, Hersteller Dell) Intels Xeon-Phi-Prozessoren. Die Plätze 2 (Titan) und 6 (Piz Daint) setzen dagegen zur Beschleunigung auf Nvidia-GPUs, die insgesamt 63 mal vertreten sind. Bei den Verbindungstechnologien zählte man 221 mal Infiniband und 202 mal Gigabit Ethernet.
Bei den Rechnerherstellern führt nun HP mit 182 Systemen (36 Prozent) vor IBM mit 176 Systemen (35 Prozent). Das populärste Supercomputer-Modell ist nach wie vor IBM’s Blue Gene/Q auf den Plätzen 3, 5, 8 und 9. Insgesamt verwenden 96 Prozent aller erfassten Superrechner Prozessoren mit 6 und mehr Kernen.






