Wer Quellcode mit dem Editor Zed bearbeitet, kann jetzt direkt aus der Benutzeroberfläche heraus die Versionsverwaltung Git steuern. Ein stetiger Wechsel vom Editor auf die Kommandozeile gehört damit der Vergangenheit an. Der Git-Zugriff gelingt ab der Zed-Version 0.177.
Zunächst offeriert Zed ein neues Panel, das einen Einblick in den Working Tree und die Staging Area eines Git-Repositorys gewährt. Auf diese Weise behält man stets im Blick, welche Dateien sich geändert haben und welche in der Staging Area bereits für einen Commit vorgesehen sind.
Über Tastenkürzel aktivieren Entwickler die von Git bekannten Aktionen und schieben beispielsweise alle Änderungen in die Staging Area. Ein Commit stößt man ebenfalls schnell per Tastenkürzel an. Die dabei notwendige Commit Message erstellt Zen auf Wunsch halbautomatisch: Zum einen fügt der Editor „Co-Authored-By“-Informationen hinzu und würdigt so alle an den Änderungen beteiligten Autoren. Zum anderen kann Zen die aufgelaufenen Codeänderungen an eine künstliche Intelligenz übergeben und dann die von ihr ausgespuckte Zusammenfassung als Commit Message übernehmen. Das Einchecken erfordert damit keine Aufmerksamkeit des Entwicklers mehr – sofern die künstliche Intelligenz nichts Wichtiges übersieht oder fantasiert.
Wer komplexe oder spezielle Git-Befehle ausführen will oder muss, kann dazu weiterhin auf der Kommendozeile arbeiten: Im Hintergrund beobachtet Zed das Repository und aktualisiert bei Änderungen automatisch seine Darstellung.
Die Zed-Entwickler planen, die bislang nur grundlegenden Git-Funktionen in den kommenden Versionen weiter auszubauen. So soll der Codeeditor irgendwann beim Auflösen von Konflikten helfen und einzelne Zeilen stagen zu können. Auf der Agenda steht zudem eine Visualisierung der History.
Der sehr flott zu Werke gehende Codeeditor Zed ging aus dem mittlerweile eingestellten Atom-Editor hervor und erfreut sich bei Entwicklern großer Beliebtheit. Mit der Integration der Git-Funktionen kommt das Zed-Team einem häufig geäußerten Wunsch der Anwender nach.





