Tätigkeitsbericht der BfDI zählt mehr Beschwerden

Die BfDI Prof.Dr. Louisa Specht-Riemenschneider und der Leitende Beamte Andreas Hartl bei der Bundespressekonferenz zur Vorstellung des 34. Tätigkeitsberichts Quelle: BfDI Pressestelle

Die BfDI Prof.Dr. Louisa Specht-Riemenschneider und der Leitende Beamte Andreas Hartl bei der Bundespressekonferenz zur Vorstellung des 34. Tätigkeitsberichts Quelle: BfDI Pressestelle

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) hat ihren 34. Tätigkeitsbericht veröffentlicht. Der Bericht verzeichnet einen deutlichen Anstieg der Beschwerden und Anfragen.

Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, Louisa Specht-Riemenschneider, hat ihren 34. Tätigkeitsbericht an die Präsidentin des Deutschen Bundestages Julia Klöckner übergeben.

Die BfDI verzeichnete im Bericht 2025 insgesamt 11.824 Eingaben, darunter Beschwerden und Anfragen. Das waren laut BfDI rund 36 Prozent mehr als im Vorjahr und rund 52 Prozent mehr als 2023. Die Zahl der Beschwerden habe sich innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppelt. Dieser Anstieg zeige, dass immer mehr Menschen von ihren Rechten Gebrauch machen und erwarten, dass Datenschutzaufsicht ihnen dabei hilft, ihre Rechte gegenüber Unternehmen, Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen durchzusetzen, heißt es in der Mitteilung der BfDI.

Laut dem Bericht hat die BfDI 2025 mehrere neue Formate vorangebracht, mit denen sie mehr Rechtsklarheit schaffen und Datenschutz praxisnäher vermitteln will. Dazu gehören das ReguLab als BfDI-eigene Datenschutz-Sandbox, das Datenbarometer mit repräsentativen Bevölkerungsbefragungen und der Strategic-Foresight-Prozess. Ein weiterer Schwerpunkt sei 2025 der Umgang mit Künstlicher Intelligenz gewesen. Mit einer KI-Handreichung habe die BfDI aufgezeigt, wie KI-Tools datenschutzkonform in der Bundesverwaltung eingesetzt werden könnten.

Im Jahr 2025 leitete die Behörde laut Bericht auch 80 Vor-Ort-Kontrollen sowie 40 schriftliche Kontrollen ein. Insgesamt ergriff sie 129 aufsichtsrechtliche Maßnahmen. Die BfDI verhängte demnach zwei Geldbußen in einer Gesamthöhe von 45 Millionen Euro, unter anderem wegen unzureichender Kontrolle von Partneragenturen und Sicherheitsmängeln bei Authentifizierungsprozessen.

Der 34. Tätigkeitsbericht der BfDI ist online abrufbar unter.

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