Sun Microsystems hat den UltraSPARC-T2-Prozessor vorgestellt, er soll den Vorgänger T1 bei gleicher Taktrate weit hinter sich lassen.
Bald nach der Jahrtausendwende liefen etliche große Server-Hersteller komplett zu Intel oder AMD über, und auch Sun bestückte immer mehr Modelle mit diesen Prozessoren. So munkelten die Auguren schon vom nahen Ende der angestammten SPARC-CPU. Doch eher das Gegenteil ist eingetreten, bereits mit dem 2005 vorgestellten UltraSPARC T1-Prozessor hatte Sun eine CPU im Angebot die dank des so genannten Chip-Multi-Threading bis zu 32 Threads auf acht Kernen parallel laufen lassen konnte und dadurch bei guter Energieeffizienz für hohe Performance sorgte.
Nun tritt der Nachfolger auf den Plan: Der UltraSPARC T2-Prozessor soll die Leistung seines Vorgängers bei gleicher Taktrate verdoppeln. Jetzt sind 64 parallele Threads möglich, von denen jeder weniger als zwei Watt kosten soll. Besonders gut parallelisierbare Anwendungen, Applikationen im Netzwerkbereich, beim Workload-Computing und bei der Virtualisierung profitieren davon.
Außerdem integriert der Chip nicht nur eine schnelle Speicherschnittstelle, Fließkommaeinheit und I/O-Interfaces, sondern auch Netzwerkschnittstellen und Krypto-Einheiten. Der Hersteller kann sich den Einsatz deshalb nicht mehr nur in Servern, sondern beispielsweise auch in Routern, Switches oder Telco-Technik vorstellen.
Die neue CPU, die wie das Vorgängermodell wieder unter die GPL gestellt werden soll, ist für einen Preis von weniger als 1000 Dollar bis Jahresende bei Server-Produzenten zu erwarten.



