Susecon 2016: Open, Open

Bei der offiziellen Eröffnungskeynote der Susecon 2016 in Washington hat Suse vor den versammelten Entwicklern, Community-Mitgliedern und Partnern die Open-Source-Ausrichtung unterstrichen und neue Produkte vorgestellt.

Nils Brauckmann, Suse-Chef, und Michael Miller, für Strategie und Marketing zuständiger Manager, gaben im Zwiegespräch bei der Keynote das Motto „Define your Fututre“ aus, das nicht von ungefähr zu den derzeit im Fokus stehenden Technologien passt: Software defined Network, Software defined Infrastructure und Software defined Storage.

Nils Brauckmann, Suse-Chef, und Michael Miller bei der Keynote.

Nils Brauckmann, Suse-Chef, und Michael Miller bei der Keynote.

Licht ins Dunkel dieser Buzzwords zu bringen sei ein Teil der Aufgabe der Konferenz, sagte Miller. Bei der noch bis Donnerstag stattfindenden Susecon erwarten die Teilnehmer rund 150 Sessions und Hands-on-Workshops zu den technischen Themen. Daneben wurden bei der Keynote auch offiziell SLES für ARM, das Service Pack 2 für Suse Linux Enterprise und Suse Enterprise Storage 4 angekündigt.

Suse könne in den vergangenen Jahren auf ein kontinuierliches Umsatzwachstum blicken, so Brauckmann. Das ermögliche auch Investitionen in alle Geschäftsbereiche. Ein Teil der Investitionen fließe auch in die Community zurück, Suse habe im vergangenen Jahr sein finanzielles Engagement in Open-Source-Projekte ausgeweitet.

Daneben habe Suse mit der Akquisition der Assets rund um die Openattic-Technologie nebst der Übernahme des Entwicklerteam erstmals nicht allein auf organisches Wachstum gesetzt, sagte Brauckmann. Der Suse-CEO verspricht sich damit eine schnellere Reaktion auf aktuelle Trends. Weitere Akquisitionen seien, wenn sich eine passende Möglichkeit ergibt, nicht ausgeschlossen, sagte Brauckmann.

Zu der von der Suse Muttergesellschaft Micro Focus angekündigten Übernahme von Software-Bestandteilen von Hewlett Packard Enterprise verwies Brauckmann auf derzeit andauernde Gespräche. Es werde derzeit über die strategischen Möglichkeiten und daraus eventuell erwachsende Produkte und Services diskutiert. Anfang Dezember wolle man erste Ergebnisse dieser Gespräche verlautbaren.

In den Präsentationen und der Keynote tauchte immer wieder das von Suse für die Unternehmenskultur ersonnene Motiv „Open, Open“ auf, mit dem sich das Unternehmen von den inzwischen zahlreicher werdenden Mitspielern aus der IT-Branche abgrenzen will. Brauckmann betonte, dass es nicht damit getan sei, Software-Bestandteile im Sourcecode zu veröffentlichen, der Open-Source-Gedanke müsse sich auch in der Unternehmens-Philosophie widerspiegeln, bis hin zur gemeinsamen Entwicklung von Code mit Konkurrenten, wenn es der Entwicklung von neuen Technologien diene.

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