Eine Software zur automatisierten Verwaltung von heterogenen, weltweit verteilten Datencentern wird das erste Produkt in Suns xVM-Reihe.
Mitte November hat das Unternehmen seine Virtualisierungssoftware xVM angekündigt, in Kürze soll nun das erste Produkt mit Namen Sun xVM Ops Center zu haben sein.
XVM basiert auf der freien Virtualisierungstechnologie Xen, die von Sun für die eigenen Lösungen angepasst und optimiert wird. Die Managementsoftware Ops Center beschreibt der Hersteller als “All-in-One”-Lösung zur Verwaltung der Lebensdauer von Software und Hardware (Lifecycle Management). Sun verspricht einfacheres Aufspüren, Überwachen, Aktualisieren und Verteilen von Software und Patches. Als herausragende Merkmale nennt Sun Profile, mit denen Compliance sichergestellt werden soll sowie entsprechendes Reporting. Eine Ablaufplanung für die anstehenden Netzwerkaufgaben, Provisionierung des Systems sowie Aufspüren und Registrieren der Aktivposten in der IT-Landschaft zählen dazu. Die Software unterstützt vorerst die Hardware-Plattformen x86 und SPARC mit Linux oder Solaris als Betriebssystem. Sun xVM Ops Center kann parallel tausende Rechner gleichzeitig verwalten und zielt auf Hochverfügbarkeits-Cluster und weltweit verteilte IT-Umgebungen großer Unternehmen.
Sun verspricht gleichzeitig, den Quellcode für Sun xVM Ops Center unter der General Public License (GPL) v3 freizugeben. Auf der Projektseite OpenxVM.org soll ab 10. Dezember zunächst der Common Agent Container (CAC) freigegeben werden, den die Firma als Herz der xVM-Infrastruktur bezeichnet. Im Lauf des ersten Quartals 2008 soll der komplette Quellcode für das xVM Ops Center folgen.
Die kommerzielle Variante soll ab 8. Januar 2008 ausgeliefert werden, gefolgt vom xVM Hypervisor in der ersten Jahreshälfte. Eine Version der Software will Sun kostenlos zum Download freigeben, die Preise für die kostenpflichten Abonnements mit Support sollen zwischen 100 und 350 US-Dollar liegen. Das Abonnement für einen so genannten Satelliten-Server beinhaltet die Installation des Systems vor Ort mit Inhouse-Schulung und wird mit 10.000 US-Dollar beziffert.
Mit dieser Produktreihe folgt Sun unter anderem den Beispielen von Red Hat und Oracle, die gleichfalls auf die Virtualisierungslösung von Xen setzen. Oracle hatte nur wenige Tage vor Sun eine ähnliche Lösung unter eigenem Etikett angekündigt und dabei ähnliche Zahlen verwendet wie Red Hat in einer Erklärung zu Red Hat Enterprise Linux 5.1 wenige Tage zuvor.



