Sun Virtual Desktop 2.0 mit Virtual Desktop Connector

Die Firma Sun veröffentlicht Version 2.0 ihrer Desktop-Virtualisierung Sun Virtual Desktop Infrastructure (VDI) mit Virtual Desktop Connector sowie vorlagenbasierten Pools für virtuelle Maschinen.

Mit dem neuen Virtual Desktop Connector lassen sich Virtualisierungslösungen von Drittanbietern, beispielsweise VMware, in die Infrastruktur des Unternehmens integrieren. Im Zusammenwirken mit VMware Infrastructure 3 übernimmt VMware die Verteilung der virtuellen Maschinen. Als grundlegende Funktionalität ermöglicht Sun VDI geräteunabhängiges Arbeiten per Netzwerkverbindung, ohne dass Software installiert werden muss. Anwender können auf ihre Desktop-Umgebung remote zugreifen.

Sun VDI unterstützt eine breite Palette von Hardwareplattformen und die Betriebssysteme Windows XP oder Vista, Linux, Mac OS X, Solaris und Windows Mobil. Als weitere neue Funktionalität in der neuen Version nennt der Hersteller vorlagenbasierte Pools für virtualisierte Maschinen (VM). Hierbei werden VM-Arbeitsplätze auf Basis von Vorlagen erstellt und in Pools auf Vorrat gehalten; diese können dann kurzfristig oder dauerhaft bestimmten Anwendergruppen zugewiesen werden. Zum Beispiel könnte ein Administrator aufgabenspezifische virtuelle Maschinen für die Buchhaltung oder für Technikarbeitsplätze entwerfen, und diese auf Abruf zur Verfügung stellen. Hierbei würde jeder Pool eine VM-Vorlage enthalten, ausgestattet mit Applikationen und Desktop-Einstellungen, die in der jeweiligen Nutzergruppe besonders häufig genutzt werden. Wenn eine VM dem Anwender zugewiesen wird, legt der Administrator die Richtlinien fest, nach denen die VM genutzt wird. Mit den optionalen virtuellen Clients von Suns Thin-Client Lösung “Sun Ray” sollen Anwender auch per Smartcard-Authentifizierung auf ihre gewohnte Desktop-Umgebung zugreifen können.

Die neue Version von Sun VDI ist Teil der Virtualisierungspalette von Sun, die das Unternehmen im November 2007 unter Namen Sun xVM neu definiert hatte. Die Verwaltungssoftware xVM Ops Center folgte, und im Februar kaufte Sun das deutsche Unternehmen Innotek und integrierte dessen Software VirtualBox als Desktop-Produkt in das Portfolio. Angekündigt für die erste Jahreshälfte 2008 ist Sun xVM Server, eine Servervirtualisierung. Die VDI-Technologie für Thin Clients wiederum stammt aus den Produkten des Herstellers Tarantella, den Sun im Jahr 2005 gekauft hatte.

Sun VDI 2.0 bietet virtuelle Desktop-Sitzungen auf Basis der Betriebssyteme Windows XP, Vista, Linux, Mac OS X, Solaris und Windows Mobile. Sun VDI 2.0 kostet 100 Euro pro Arbeitsplatz inklusive einem Jahr Wartung. Eine kostenlose Textversion kann ab sofort auf der Unternehmenswebseite heruntergeladen werden.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Nach oben