Low Code, eine Softwareentwicklungstechnik, die statt auf klassische, textorientierte Programmiersprachen auf modellgetriebene, visuelle Techniken setzt, spielt in der Industrie eine immer größere Rolle.
Insbesondere das durch die Pandemie anziehende Tempo der Digitalisierung bewirkt einen Stau in der Entwicklung von Unternehmenssoftware, dem man mit der stark vereinfachten Software-Entwicklungsmethode begegnen will. Die Firma Mendix, ein deutscher Hersteller entsprechender Tools, hat nun eine weltweite Studie durchführen lassen, die den Stand der Dinge im Bereich Low Code eruieren sollte.
Im Ergebnis sehen 74 Prozent der europäischen IT-Führungskräfte und Entwickler die Software-Nachfrage im Zuge der Pandemie stark beschleunigt, 69 Prozent sorgen sich um die fieberhafte Nachfrage nach Entwicklern, vier von fünf Projekte liegen nicht im Zeitplan. Dagegen versprechen sich 82 Prozent der in Europa Befragten eine Beschleunigung oder starke Beschleunigung des Entwicklungstempos durch Low Code. 69 Prozent der befragten deutschen IT-Experten nutzen die vereinfachte, beschleunigte Low Code-Software-Entwicklung bereits in ihrer Organisation, 60 Prozent sehen im digitalen Umbruch in Low Code einen Trend, den ihr Unternehmen nicht verpassen darf.
Weltweit führend in diesem Sektor sind die USA, wo bereits vier von fünf Organisationen Low Code nutzen und drei von fünf Angestellten mit Apps arbeiten, die so entstanden sind. Das größte Hindernis sind hier bestehende IT-Systeme, die noch keinen Low Code-Ansatz zulassen. Auch in China, das einen riesigen Zeit- und Personalbedarf für Softwareentwicklung hat, findet die Technik großen Anklang.





