Studie: KI beeinflusst Software-Entwicklung maßgeblich

Generative Künstliche Intelligenz unterstützt laut einer Umfrage des Capgemini Research Institute Software-Entwickler in zwei Jahren bei voraussichtlich mehr als 25 Prozent ihrer Arbeit in den Bereichen Software-Design, -Entwicklung und –Testen.

Bei der Studie mit dem Titel “Turbocharging software with generative AI” hat zudem die große Mehrheit (80 Prozent) der IT-Experten angegeben, dass sich ihre Rolle durch Tools und Lösungen mit Gen AI merklich verändern wird. So könne Automatisierung einfacher, repetitiver Tätigkeiten dazu beitragen, Fachkräften mehr Zeit für anspruchsvollere Tätigkeiten mit höherem Nutzen zu lassen. Mehr als drei Viertel der Software-Entwickler sind laut Studie davon überzeugt, dass generative KI das Potenzial hat, die Zusammenarbeit mit Teams aus nicht-technischen Unternehmensbereichen zu erleichtern.

Zwar befinde sich die Integration generativer KI in der Software-Entwicklung erst in einem frühen Stadium, heißt es in der Studie, dennoch würden Unternehmen mit laufenden Gen-AI-Initiativen bereits von zahlreichen Vorteilen profitieren. Dazu zähle insbesondere die Unterstützung für Innovationen (bei international 61 Prozent der befragten Unternehmen, in Deutschland bei 53 Prozent) sowie die Verbesserung der Softwarequalität (49 Prozent international, 60 Prozent in Deutschland). Diese Unternehmen würden auch eine Steigerung der Produktivität um durchschnittlich 7 bis 18 Prozent verzeichnen. Bei bestimmten fachspezifischen Aufgaben habe die Zeitersparnis bis zu 35 Prozent betragen.

In Deutschland wollen die Befragten diese Zeit in erster Linie für komplexe, wertstiftende Tätigkeiten (54 Prozent) einsetzen und um ihre Technologie-Kompetenzen zu optimieren (49 Prozent). Die Reduzierung der Mitarbeiterzahl hingegen ist die am seltensten gewählte Option (von 4 Prozent der Befragten international und 5 Prozent in Deutschland). Darüber hinaus entstehen neue Rollen wie die des Gen-AI-Entwicklers, des Prompt-Writers oder des Gen-AI-Architekten.

Das Capgemini Research Institute hat für die Studie 1098 Führungskräfte auf Direktorenebene und darüber sowie 1092 Software-Experten (wie Architekten, Entwickler, Tester und Projektmanager) befragt. Darüber hinaus wurden 20 Tiefeninterviews mit führenden Vertretern der Branche, Partnern und Start-ups sowie mit mehreren Software-Entwicklern durchgeführt. Die Befragten sind in elf verschiedenen Branchen sowie in 13 Ländern tätig.

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