Das Sicherheitsportal Cybernews berichtet in seinem aktuellen Marktbericht 2026, dass in den USA mehr als die Hälfte der Nutzer auf integrierte Sicherheitsfunktionen ihrer Betriebssysteme zurückgreifen und zunehmend auf klassische Antivirenprogramme externer Anbieter verzichten.
Die Auswertung von Cybernews basiert auf einer Befragung von 1005 Erwachsenen und zeigt, dass 53 Prozent der Computer- und 51 Prozent der Mobilnutzer in den Vereinigten Staaten hauptsächlich auf integrierte Schutzmechanismen setzen, etwa auf Microsoft Defender oder Lösungen von Apple. Das entspricht mehr als 130 Millionen Menschen je Gerätekategorie. Gleichzeitig investieren nur 18 Prozent der Mobilnutzer in zusätzliche Antivirenprogramme, während 14 Prozent auf mobilen Geräten gar keinen Schutz einsetzen.
Cybernews stellt zudem einen deutlichen Rückgang beim Vertrauen in Systeme zur Bedrohungserkennung mit Hilfe Künstlicher Intelligenz fest. Die Zustimmung sank innerhalb eines Jahres von 77 auf 47 Prozent. Parallel dazu stieg der Anteil der Befragten, die eigene Erfahrungen mit Cyberkriminalität angaben, um 14 Prozent.
Bei den kostenpflichtigen Angeboten dominieren in den USA weiterhin McAfee und Norton den Markt für Antivirensoftware externer Anbieter. Kostenpflichtige Programme gewinnen insgesamt an Bedeutung, da zwei Drittel der Nutzer inzwischen auf Abonnements setzen. Auf Computern führt McAfee vor Norton, während auf Smartphones Norton knapp vor McAfee liegt.
Als größte persönliche Bedrohung nennen 36 Prozent der Befragten Datenlecks. Obwohl Smartphones mit Abstand die meistgenutzten Geräte darstellen, investieren viele Nutzer nur begrenzt in deren Absicherung. Neben den 14 Prozent ohne Schutz geben weitere 16 Prozent an, nicht zu wissen, welche Sicherheitslösung sie verwenden. Cybernews sieht darin ein erhebliches Risiko für die mobile Nutzung.





