Spacewalk-Fork: Uyuni soll Projekt neu beleben

Mit Uyuni haben Teile der Community auf der Opensuse-Konferenz in Prag einen Fork der Linux-Systemmanagement-Software Spacewalk angekündigt.

Spacewalk soll es unter anderem ermöglichen, Systeme (Hardware und Software) zu inventarisieren, zu aktualisieren und angepasste Softwarepakete in verwaltbaren Gruppen zu sortieren. Es soll virtuelle Gäste aufsetzen und betreiben und Konfigurationsdateien verteilen. Ursprünglich wurde Spacewalk als Upstream-Projekt für Red Hat Satellite 5 verwendet und arbeitete Red Hat als treibende Kraft dahinter, doch auch Suse Manager nutzt die Software als Ausgangsbasis.

Zu gemütlich spaziert

Einigen Community-Mitgliedern geht die Entwicklung von Spacewalk aber deutlich zu langsam voran, weshalb sie die Software nun unter dem Namen Uyuni geforkt haben. Die Codebeiträge für Spacewalk hätten sich nur noch auf Pflege und Stabilisierung beschränkt, kritisierte Klaus Kämpf, der Betreuer des Suse Manager. Er kündigte Uyuni auf der Open Suse Conference 2018 an. Red Hat war entgegen ursprünglicher Zusagen nicht bereit, die Zügel aus der Hand zu geben, was den Fork offenbar erforderlich machte. Dabei soll Uyuni allerdings seine Rückwärtskompatibilität bewahren.

Die Uyuni-Entwickler bieten die Software künftig vermutlich auf Github an, aktuell wartet dort nur der Code für die Webseite. Sie arbeiten am React-Webinterface, den Übersetzungen und wollen unter anderem Container und Kubernetes integrieren. Um das Konfigurationsmanagement soll sich Salt kümmern. Letzteres stand offenbar auch Pate für die Namensgebung: Uyuni soll ein Verweis auf die größte Salzpfanne der Welt, Salar de Uyuni, in Bolivien sein.

 

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