Sophos Threat Report 2021

Im aktuellen Sophos Threat Report 2021 geben Experten der Sicherheitsfirma Sophos Einschätzungen zu den kommenden IT-Security-Trends.

Dem Report zufolge wird Ransomware die Bedrohungslandschaft im nächsten Jahr weiter prägen. Versierte Ransomware-Kriminelle werden ihre Taktiken, Techniken und Verfahren verfeinern, um größere Organisationen und Unternehmen mit Lösegeldforderungen in Millionenhöhe ins Visier zu nehmen. Hinzukommt eine steigende Zahl an Ransomware-Neueinsteigern. Die arbeiten meist mit menügesteuerter Miet-Ransomware wie Dharma, mit der sie viele Ziele mit kleinen Lösegeldforderungen attackieren können.

Einen weiteren Ransomware-Trend für 2021 bildet die sogenannte “Sekundär- Erpressung”. Neben der Datenverschlüsselung stehlen die Angreifer hierbei auch sensible oder vertrauliche Informationen und drohen damit, sie bei Nichterfüllung der Forderungen zu veröffentlichen. Populäre Beispiele für diesen Ansatz sind die Ransomware-Familien Maze, RagnerLocker, Netwalker und REvil.

Darüber hinaus stellen alltägliche Bedrohungen wie Malware einschließlich Loader-Programme und Botnets oder opportunistische Hacker, die mit Zugangsdaten handeln, weiterhin eine große Herausforderung dar. Solche Angriffe sind so konzipiert, dass sie von ihrem Ziel wichtige Daten sammeln und diese an ein Command-and-Control-Netzwerk übermitteln. Dort überprüfen die Kriminellen jedes kompromittierte Gerät auf seine Geolokalisierung und andere Informationen von hohem Wert und verkaufen diese Informationen an den Meistbietenden, etwa an eine große Ransomware-Gruppe.

Bei ihren Angriffen missbrauchen Cyberkriminelle zunehmend bekannte Werkzeuge und Hilfsprogramme, um sich Sicherheitsmaßnahmen zu entziehen. Der Missbrauch von häufig genutzten Standardprogrammen ermöglicht ihnen, sich unter dem Radar im Netzwerk zu bewegen, bis sie den Angriff starten.

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