Der Kommunikationssoftwareanbieter Slack hat sich eigenen Angaben zufolge bei der EU-Kommission wegen der Zwangskopplung und -Installation von Microsofts Teams mit dem Office-Paket des Konzerns beschwert. Microsofts Verhalten sei illegal, wettbewerbsverzerrend und ein Missbrauch der Marktmacht des Unternehmens, lautet der Vorwurf von Slack.
In einem Blogbeitrag führt das Slack-Team aus, dass die Koppelung von Teams mit der marktbeherrschenden Microsoft-Office-Suite eine millionenfache Installation bedeute. Microsoft verhindere zudem die Deinstallation und verschleiere die tatsächlichen Kosten beim Einsatz von Teams in Unternehmen, schreibt Slack weiter. Jonathan Prince, Vice President of Communications and Policy bei Slack lässt wissen, dass man vom Erfolg der eigenen Lösung überzeugt sei. Man könne aber die illegalen Methoden von Microsoft nicht stillschweigend hinnehmen.
David Schellhase, Anwalt von Slack, sieht Microsoft „in alte Verhaltensweisen zurückfallen“ und schreibt, Microsoft habe ein ziemlich lausiges Produkt zusammenkopiert, es an ihr dominierendes Office gebunden und blockiere dort die Deinstallation. Das sei eine Eins-zu-Eins-Kopie des illegalen Verhalten Microsofts während des Browser-Kriegs, so Schellhase. Damals hatte Microsoft seinen Browser Internet Explorer zusammen mit Windows zwangsinstalliert und damit die Konkurrenten wie Netscape aus dem Markt gedrängt.
Die EU-Kommission müsse die Beschwerde nun prüfen, lässt Slack weiter wissen.




Als betrieblicher Zwangsnutzer des üblichen Microsoft-Komplettpakets (Windows 10, Word, Excel, Outlook, Teams, usw.) ist mir diese Beschwerde gerade recht.