Skriptfehler öffnet Sicherheitslücke in Xen 3.0.3

Ein Red-Hat-Update soll verschiedene Sicherheitslücken in der Virtualisierungslösung Xen schließen, eine davon besteht aus einem Fehler in einem Python-Skript.

Der Fehler mit der Nummer CVE-2007-4993 befindet sich im Skript tools/pygrub/src/GrubConf.py und wurde von Joris van Rantwijk gefunden. Der Sicherheitsdienstleister Secunia stuft die Lücke als weniger kritisch ein. Sie kann durch Manipulation des Bootloaders Grub ausgenutzt werden. In Folge dessen lassen sich beliebige Befehle in der Domain 0 ausführen, die auch Zugriff auf die Hardware hat.

Einen weiteren Fehler (CVE-2007-1320) hat Tavis Ormandy gefunden. Der Bug löst einen Heap-Overflow bei Video-to-Video-Kopier-Aktionen in der Cirrus-VGA-Erweiterung aus. Ein Administrator einer Gastdomain kann diesen unter Umständen dazu ausnutzen, Schadcode außerhalb der eigenen Domain auszuführen.

Die dritte ebenfalls von Ormandy entdeckte Sicherheitslücke (CVE-2007-1321) erzeugt einen Heap Overflow im Xen NE2000 Netzwerktreiber. Ist dieser in Gebrauch, kann auch hier ein lokaler Administrator beliebigen Schadcode in anderen Domains ausführen. Der Entwickler weist darauf hin, dass Xen den fehlerhaften Treiber nicht standardmäßig nutzt.

Alle drei gefundenen Sicherheitslücken schließt Red Hat mit einem Update. Betroffen ist die Version 3.0.3 von Xen. Unklar ist, ob auch andere Versionen die Schwachstellen enthalten. Xen-Benutzer sollten ihre Installationen schnellstmöglich aktualisieren. Andere Updates als das von Red Hat liegen derzeit noch nicht vor.

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