Der von der gemeinnützigen Signal-Stiftung entwickelte Messenger Signal bekommt eine neue Funktion. Ab sofort können in Signal sogenannte Anruflinks erstellt und verschickt werden.
Über diesen Link können dann bis zu 50 Personen an einer sicheren Videokonferenz teilnehmen, berichtet der Anbieter. Videokonferenzen seien auch bislang in Signal bereits möglich gewesen, allerdings mussten dafür alle Teilnehmenden in einer gemeinsamen Signal-Gruppe sein.
Alle Sprach- und Videoanrufe seien in Signal sicher Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das gelte auch für Anrufe über Anruflinks. Personen, die einen Anruflink erstellen, können auswählen, ob sie eine Erlaubnis erteilen müssen, wenn jemand dem Anruf beitreten möchte.

Anruflinks für Videokonferenzen mit Signal erstellen. Quelle: Signal
Der Anruflink lässt sich mit der Option „Administrator-Genehmigung benötigt“ verknüpfen. Wenn diese Option aktiviert ist, muss der Beitritt einer Person zum Anruf zuerst genehmigt werden. Nur die Person, die den Anruflink erstellt hat, kann den Beitritt genehmigen sowie Personen aus dem Anruf entfernen oder blockieren. Ist die Option „Administrator-Genehmigung benötigt“ deaktiviert, kann jede Person, die den Anruflink kennt, am Anruf teilnehmen.
Signal hofft nun, mit dieser Funktion in Konkurrenz zu Zoom, Teams und anderen Videokonferenz-Anbietern treten zu können.
An den Videokonferenz-Funktionen habe man bereits in den vergangenen Monaten Verbesserungen vorgenommen und etwa die Zahl der Teilnehmer auf 50 erhöht und Funktionen wie „Hand heben“ und Emoji-Reaktionen umgesetzt. Die Anruflink-Funktion sei in der aktuellen Version von Signal verfügbar (Android 7.21, iOS 7.34, Desktop 7.30) und werde in Kürze an alle Signal-User ausgerollt, teilt Signal mit.





