Sicherheitslücke in Whatsapp ermöglicht Remote-Zugriff

Facebook warnt vor einer Sicherheitslücke im zum Konzern gehörenden Messenger Whatsapp. Über die Lücke im VoIP-Stack der Software ist ein Remote-Zugriff möglich. Gepatchte Versionen sind verfügbar.

Die Lücke lässt sich unter anderem durch eine Spyware nutzen, die über einen Whatsapp-Anruf auf dem Gerät landet. Laut der Sicherheitswarnung (CVE-2019-3568) von Facebook sind dafür speziell angepasst SRTCP-Pakete nötig, die an eine Telefonnummer geschickt werden. Der Nutzer muss dazu den Anruf nicht entgegennehmen.

Betroffen sind demnach Whatsapp für Android vor Version 2.19.134, Whatsapp Business für Android vor Version 2.19.44, Whatsapp für iOS vor Version 2.19.51, Whatsapp Business für iOS vor Version 2.19.51, Whatsapp für Windows Phone vor Version 2.18.348 und WhatsApp für Tizen vor Version 2.18.15. Die hier genannten Versionsnummern sind gegen die Lücke geschützt.

Die New York Times berichtet, dass eine israelische Firma im Verdacht stehe, die Spyware programmiert zu haben. Es soll damit ein kanadischer Rechtsanwalt und Menschenrechtler angegriffen worden sein. Er habe verpasste Anrufe von einer norwegischen Nummer bemerkt und sich daraufhin an Experten der Universität Toronto gewandt

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