Sicherheitslücke beim P2P-Einsatz von "wpa_supplicant"

Wird “wpa_supplicant” mit der Option “CONFIG_P2P” übersetzt, entsteht eine potenzielle Sicherheitslücke. Das Problem betrifft nicht alle Distributionen gleichermaßen und es gibt bereits Workarounds und ein Patch.

Die Lücke entsteht, wenn sich zwei Rechner in einer P2P-Konfiguration direkt miteinander verbinden, was eine eher selten genutzte Konfiguration ist. Schickt das Gegenüber manipulierte SSID-Informationen, prüft “wpa_supplicant” die Payload nicht ausreichend, was es einem Angreifer ermöglicht, 150 Byte über die Heap Allocation hinaus zu schreiben. Dies kann den Heap korrumpieren, was sich ausnutzen ließe, um die Drahtlosverbindung zu unterbrechen, Speicherinhalte auszulesen oder Code auszuführen.

Gemeldet ist die Sicherheitslücke im CVE-2015-1863, das betrifft die Versionen 1.0 bis 2.4, wenn diese mit der Option “CONFIG_P2P” übersetzt sind. Ubuntu liefert bereits Sicherheitsupdates aus, Debian hat die Option für den Quellcode ab Version 1.1-1 aktiviert, allerdings nicht in den Binärpaketen für Debian Wheezy, das also nicht betroffen ist. Fedora trackt den Bug in Bugzilla. Wer den Quellcode verwendet, findet hier ein Patch, alternativ lässt sich “wpa_supplicant” ab Version 2.5 übersetzen. Alternativ lassen sich im Konfigurationsfile von “wpa_supplicant” die Einträge “P2P_SET disabled 1” oder “p2p_disabled=1” setzen.

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