Sicherer Microkernel soll Open Source werden

Der Microkernel Sel4 soll laut Webseite Open Source werden.

Die Macher des Secure-Microkernel-Projekts, die den Sel4-Microkernel entwickeln, wollen Ende Juli den Quellcode veröffentlichen. Die ARM-Version des Kernel soll mathematisch fehlerfrei und sicher sein.

Wie die Macher des Microkernel auf ihrer neuen Webseite schreiben, gibt es einen mathematischen Beweis, laut dem die C-Implementierung mit der Spezifikation überein stimme und daher fehlerfrei sei. Zudem gebe es einen weiteren Beweis, nach dem das auf der Hardware ausgeführte Binary eine korrekte Übersetzung des ursprünglichen C-Codes darstelle.

Der Microkernel Sel4 soll laut Webseite Open Source werden.

Der Microkernel Sel4 soll laut Webseite Open Source werden.

Als Konsequenz aus den beiden Beweisen bezeichnen die Macher ihren OS-Kernel auch als in einem starken Sinne sicher. Auf ihm würden sich keine Buffer-Overflows oder Null-Pointer-Exceptions ausnutzen lassen. Nicht zuletzt sei der Kernel der erste Protected-Mode-Kernel mit einer gesunden und kompletten Pünktlichkeitsanalyse: Der Kernel könne dem Entwickler harte Echtzeit-Garantien geben.

Während die Webseite für die Open-Source-Veröffentlichung bereits existiert, ist noch unklar, unter welche Lizenz die Macher ihren sicheren Kernel stellen wollen. Entwickelt wurde dieser unter dem Dach des australischen IKT-Forschungszentrums NICTA, eine binäre Version lässt sich bereits heute herunterladen. Mit zum Paket gehören eine formale Spezifikation, User-Level-Bibliotheken, Beispielcode sowie ein paravirtualisiertes Linux. Aktuell arbeiten die Entwickler an Multiprozessor-Support.

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