SETI@home liefert keine Daten mehr

Seit 1999 betreibt das Berkeley SETI Research Center ein Crowd-Sourcing-Projekt avant la lettre: SETI@home. Ab Ende März will das Projekt keine neuen Daten mehr an die Crowd liefern, sondern erstmal die vorhandenen auswerten.

Das Akronym SETI steht für Search of Extraterrestrial Intelligence (SETI). Das Unterprojekt SETI@home Projekt verteilte jahrelang die mit Radioteleskopen gesammelten unzähligen Daten an zahlreiche Freiwillige auf der ganzen Welt. Deren Rechner nutzten Leerlaufzeiten, um währenddessen diese Daten auf Signale außerirdischen Ursprungs hin zu untersuchen und die analysierten Daten an das SETI-Projekt zurück zu schicken. Laut Wikipedia nahmen 2009 über 180 000 Freiwillige an Seti@Home teil.

Diese analysierten Daten will das Projekt weiterhin auswerten, aber neue Analysen braucht es aktuell nicht mehr. Ab dem 31. März liefert das Projekt laut einem Statement daher keine Daten mehr an die Crowd-Forscher aus. Man habe vorerst alle Daten analysieren lassen, die man brauche. Nun wolle sich das Projekt auf die so genannte Backend-Analyse konzentrieren und einen Text für ein wissenschaftliches Journal vorbereiten. Der dürfte in der Hauptsache, der Suche nach auffälligen Signalen außerirdischen Ursprungs allerdings keine Neuerungen bieten: die hat das Projekt bislang nicht entdeckt.

Wissenschaftlich interessierte Teilnehmer am SETI@home-Projekt können aber weiterhin in der Forschung helfen. BOINC (Berkeley Open Infrastructure for Network Computing), der von Berkeley entwickelte Client zum Berechnen verteilter Probleme, lässt sich weiterhin für ganz unterschiedliche Projekt einsetzen. Die listet eine entsprechende Webseite auf. Weitere Informationen zum SETI-Projekt bietet ein freier Artikel aus dem Linux-Magazin.

E-Mail Benachrichtigung
Benachrichtige mich zu:
0 Kommentare
Älteste
Neuste Beste Bewertung
Nach oben