Laut IDCs Quartalsbericht für Q IV/2008 hält die Nachfrage nach Server-Hardware an, wenn auch ausnahmslos Umsatzeinbußen zu verzeichnen sind.
Wie schon im letzten Quartal sank auch im vierten Quartal 2008 der Umsatz mit Servern, diesmal um satte 14 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal 2007, auf rund 14 Milliarden US-Dollar. Für das gesamte Jahr 2008 verzeichnen die Markforscher eine Umsatzsenkung von gut drei Prozent auf gut 53 Milliarden. Die Zahl der ausgelieferten Maschinen betrug etwas über acht Millionen, sie stieg um zwei Prozent. Laut IDC ist das das erste Mal, dass innerhalb eines Jahres die verkauften Server über die acht-Millionen-Marke klettern – laut den Analysten ein positives Zeichen für die Nachfrage, und zwar trotz Virtualisierungstrend.
Der Anteil an Linux-Servern hat sich ganz leicht erhöht: Gut einen Prozentpunkt mehr (14 Prozent) zählen die Analysten gegenüber dem vierten Quartal 2007. Der Umsatz sank allerdings um sieben Prozent auf knapp zwei Milliarden US-Dollar. An den Gesamtausgaben für Server im vierten Quartal halten Unix-Server ebenso knapp die Nase vorn vor Windows-Servern: Gut 36 Prozent der Ausgaben flossen in Unix-Server und gut 35 Prozent in Microsoft. Sowohl Unix- als auch Windows-Serveranbieter nahmen knapp fünf Milliarden Dollar ein. Weil Unix-Server ihren Marktanteil leicht erhöhten, bescheinigen ihnen die IDCs anhaltende Investitionen, auch wenn der Umsatz im vierten Quartal 2007 noch etwas mehr als fünf Milliarden betragen hatte.
Alle Top-Server-Verkäufer mussten Umsatzrückgänge hinnehmen, auch ein Phänomen, das eher selten auftritt – zum letzten Mal 2002, sagt IDC. IBM bleibt erster, hält rund 36 Prozent Marktanteil und verdiente im Vergleich zum Vorjahresquartal 15 Prozent weniger. Auf dem zweiten und dritten Platz stehen HP mit 30 Prozent und Dell mit 11 Prozent Marktanteil, mit Umsatzrückgängen jeweils um die zehn Prozent. Der am wenigsten hat, verlor auch noch am meisten: Sun hält gut neun Prozent des Servermarktes, verlor aber 14 Prozent Umsatz.
Weitere Details zum Beispiel zu Produktgruppen enthält die Meldung bei IDC.





