Die Programmierumgebung Scratch vom MIT eignet sich bestens, um Kindern Programmieren beizubringen. Nun ist die komplett überarbeite Major-Version 3.0 erschienen. Die führt Extensions ein und unterstützt mobile Hardware.
Mit der dritten Major-Version holen die Entwickler Scratch in die Neuzeit. Das Interface verwendet HTML5 und Javascript, wirkt aufgeräumter und moderner, die Bedienelemente sind größer. Dank der Änderungen läuft Scratch neuerdings auch auf Mobilgeräten, etwa Tablets. Projekte auf Smartphones zu bearbeiten, klappt aber noch nicht.
Außerdem führt die neue Version nicht nur neue Blöcke ein, sondern setzt künftig auf Erweiterungen (Extensions). Die Blöcke sind die bekannten Grundelemente der Programmiersprache, welche die Entwickler nach dem Legoprinzip miteinander kombinieren, um ein Programm zu schreiben.
Brücken zur Hardware
Die Extensions bauen Brücken zur Hardware oder zu Online-Ressource. Für Scratch 3.0 haben die Entwickler unter anderem die Pen-, Video Sensing- und Musik-Blöcke in Extensions verwandelt. Zudem gibt es neue Erweiterungen, darunter solche für Text-2-Speech, Microbit und Lego Mindstorms EV3. Das Picoboard und Lego Wedo 1.0 unterstützt Scratch 3.0 nicht.

Scratch 3.0 lässt sich wie gehabt online verwenden. Die Programmierumgebung richtet sich vor allem an Kinder.
Zudem gibt einen neuen Block für Soundeffekte und neue Operatoren, die die Arbeit mit Strings erleichtern. Ein Glide-Block erlaubt es, sich einfach zu einem Sprite oder zufälligem Punkt zu bewegen. Die Touch-Optionen wurden erweitert, der Vektorgrafik-Editor ist nun der neue Standardeditor. Weitere Änderungen an Scratch zählt das Wiki auf. Ausprobieren lässt sich die neue Version online unter https://scratch.mit.edu.






