Vorteile bei der Sicherheit, aber auch den mittelfristigen Kosten waren ausschlaggebend, erklären die sächsischen Grünen auf die Frage, warum die Partei für zahlreiche Anwendungen Open-Source einsetzt. Dass das Land Sachsen immer noch auf proprietäre Software setzt, könne man so nicht verstehen. Deshalb fordert die Partei eine Machbarkeitsstudie.
Bereits seit 2011 (“über 1000 Tagen”) setzen die sächsischen Grünen auf jede Menge Open Source. Von Libre Office über freie Formate wie PDF haben sich da zahlreiche Softwarepakete im Alltag bewährt, erklärt Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, medienpolitischer Sprecher der Fraktion in einer Pressemitteilung:
“In der sächsischen Landesverwaltung führt Freie Software immer noch ein Mauerblümchendasein. Ganz dominierend kommen Microsoft-Produkte zum Einsatz. Dadurch sind allein von 2009 bis 2011 jährlich Lizenzkosten in Höhe von durchschnittlich 12,5 Millionen Euro angefallen. Zugleich haben externe Großunternehmen Zugriff und Einfluss auf behördeninterne Arbeitsabläufe sowie auf sensible Kommunikation und Daten sächsischer Bürgerinnen und Bürger.”
Sachsen brauche dringend eine Machbarkeitsstudie, meinen die Grünen, “und eine IT-Strategie, die die weitgehende Migration sächsischer Ministerien und nachgeordneter Behörden zu Freier Software zum Ziel hat.” Eine Vorreiterrolle käme bei diesem Übergang zu Freier Software dem Sächsischen Landtag zu. “Browser, Videoplayer und Brennprogramm sind derzeit ein Anfang, dem die Bürosoftware folgen sollte.” Das, so Gerstenberg, würde auch die Zusammenarbeit zwischen den Fraktionen vereinfachen. Und selbst CDU und FDP hätten bereits erkannt, dass auch das “Betriebssystem für die Arbeitsplätze […] nicht ewig Windows heißen” müsse.




