Rust 1.13 mit Fragezeichen

Die neue Iteration der Programmiersprache Rust erfreut die Community mit einem Fragezeichen-Operator, der den Umgang mit Fehlern und dem “try!”-Macro vereinfacht.

Aussprechen lässt er sich schlecht, schreiben schon besser: Der “?”-Operator. Entwickler haben ihn 2014 vorgeschlagen, nun ist er in Rust 1.13 gelandet und macht aus Sicht vieler Rust-Entwickler den Umgang mit Fehlerprüfungen einfacher und eleganter.

Der “?”-Operator kommt vor allem dort zum Einsatz, wo der Code simple “match”-Statements ausführt, die Fehlermeldungen einfach im Call Stack nach oben schieben. Sie sich häufig und monoton wiederholenden Elemente stören beim Lesen des Codes eher. Das ändert der neue Operator, indem er eine einfachere und unauffälligere Schreibweise für solche Matches einführt. Ein längeres Beispiel demonstriert das Release-Announcement.

Erfahrene Entwickler hatten an dieser Stelle häufig das “try!”-Macro eingesetzt, doch auch dieses erwies sich nicht in jedem Fall als perfekte Wahl. Besonders deutlich wird das am Beispiel:

try!(try!(try!(foo()).bar()).baz())

das mit Hilfe des neuen Operators zu einem

foo()?.bar()?.baz()?

wird. Das sieht nicht nur besser aus, der “?”-Operator soll es zudem erlauben, hübschere Fehlermeldungen zu produzieren, denn hier stoßen die “try!”-Macros schnell an ihre Grenzen.

Neben dieser bringt Rust 1.13 noch einige andere Änderungen mit. Auf Basis von Benchmarks haben die Rust-Entwickler den Compiler beschleunigt, die in bestimmten Fällen (“ndarray crate”) deutlich ausfallen. Über Bande hat zudem der Paketmanager Cargo Sicherheitsupdates erhalten, die eigentlich Curl und Open SSL betrafen – Cargo nutzt beide. Nicht zuletzt wurden Sprache und Bibliotheken weiter stabilisiert und bringt Cargo ein paar neue Features und Fixes mit.

Zum Download steht die neue Version der Programmiersprache, die C und C++ beerben und Go Konkurrenz machen möchte, auf Github.

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