Die neue Version der Skripsprache Ruby bringt einen Just-in-Time-Kompiler (JIT) und ein neues Modul mit.
Letzteres heißt RubyVM::AbstractSyntaxTree und bringt eine Methode zum Parsen mit, die einen gegebenen String als Ruby Code parst und daraus den Abstract Syntax Tree (AST) des Codes ausgibt. Das Modul ist als experimentell gekennzeichnet.
Der neue JIT-Kompiler gilt den Entwicklern ebenfalls als erste noch experimentelle Implementierung. Er soll die Leistungsfähigkeit von Ruby-Programmen verbessern. Wie die Entwickler erläutern, produziert der Kompiler anders als bei JIT gewohnt nicht direkt Maschinencode sondern C-Code, der dann mittels C-Kompiler in nativen Code verwandelt wird. Für den JIT-Kompiler muss Ruby mittels GCC, Clang oder Microsoft VC++ gebaut sein und baut auch bei Laufzeit auf diese Technologien. Die Entwickler haben bei Ruby 2.6.0 eine 1,7-fache Geschwindgkeitssteigerung im Vergleich zu Ruby 2.5.x gemessen. Der Benchmark Optcarrot sei dabei zum Einsatz gekommen, heißt es in der Ankündigung.



