Jonathan Riddell hat sich in einem Blogbeitrag erneut über den Umgang Canonicals mit seinem geistigen Eigentum in Ubuntu beschwert. Der frühere Kubuntu-Hauptentwickler wirft Canonical seit längerem vor, mit seinen Richtlinien zu Ubuntu gegen die Grundsätze freier Software zu verstoßen.
In seinem jüngsten nicht durchgehend bierernsten Blogbeitrag, der in der Jonathan Riddell™ IP Policy mündet, mach Riddell sein eigenes geistiges Eigentum in Ubuntu geltend. Er zähle zu den Top-5-Uploadern für die Ubuntu-Archive, er teste, kompiliere, prüfe und sei der Autor zahlreicher Ubuntu-Archive. Deshalb, so Riddell in Anspielung auf die Canonical-Policy zum geistigen Eigentum, verfahre er nun künftig so, dass er eine eigene Policy aufstelle. Und die lautet schlicht: Policy: give Jonathan a hug before using his IP. Eine Antwort steht bislang noch aus.
Über den Streitpunkt geistiges Eigentum gibt es in einem IRC-Treffen zwischen Ubuntus Community Council und Riddell. Letztlich geht es um die Frage, ob sich ein bestimmter Passus in Ubuntus Richtlinien zum geistigen Eigentum so auslegen lässt, dass andere Projekte die Ubuntu-Pakete nur mit Erlaubnis von Canonical nutzen dürfen oder sie andernfalls selbst kompilieren müssen.
Riddell war vor einigen Monaten aufgefordert worden, den Vorsitz bei Kubuntu abzugeben. Er sei beleidigend und verstoße gegen die Community-Richtlinien, lautete der Vorwurf, wir berichteten.





