Die Internet Engineering Task Force (IETF) hat in RFC 6585 vier neue Statuscodes für HTTP definiert.
Die optionalen Codes sollen die Interoperabilität verbessern, sind aber nicht Pflicht für HTTP-Server. Mit dem Code 428 (“Precondition Required”) kann der Server dem HTTP-Client Bedingungen abverlangen. Das kann beispielsweise das Setzen des “If-Match”-Headers sein, der die Aktualisierung von Ressourcen nur erlaubt, wenn diese sich nicht mittlerweile durch einen anderen Vorgang geändert haben.
Der HTTP-Status 429 mit der Kurzbeschreibung “Too Many Requests” warnt beim Überschreiten der maximalen Anzahl von Verbindungen. Einen “Retry-After”-Header kann der Server freundlicherweise mitschicken. Der Statuscode 431 beklagt, wenn ein Header-Feld zu viele Daten enthält (“Request Header Fields Too Large”). Dabei soll die Fehlerseite nach Möglichkeit auch angeben, um welches Feld es sich handelt.
Der Code 511 (“Network Authentication Required”) spielt beispielsweise bei kostenpflichtigen WLAN-Netzen (“Captive Portals”) eine Rolle. Hier erhält der Client keine Antwort vom angefragten Server, sondern von der Netzwerkinfrastruktur, die ihm mitteilt, dass er sich erst authentifizieren muss — und bei welcher Adresse. Der Status 511 soll Clients über diese ungewöhnliche Antwort informieren und so Fehler und Verwirrung vermeiden, insbesondere bei HTTP-Clients, die keine grafischen Webbrowser sind.
Die neuen HTTP-Statuscodes sind im online verfügbaren RFC-6585-Dokument nachzulesen.





