Von der In-Memory Key-Value-Datenbank Redis ist die Zwischenversion 2.8.9 erschienen, die anstelle von Bugfixes neue Features mitbringt.
Das wohl merkwürdigste Release der Versionsgeschichte sei das neue Redis 2.8.9, schreibt Entwickler Salvatore ‘antirez’ Sanfilippo in seiner Ankündigung. Der Grund sei, dass das Patch-Release keinen einzigen Fehler repariert, sondern vielmehr neue Features an Bord hat. Das Fehlen von Bugfixes betrachten die Entwickler allerdings als gutes Zeichen: Redis laufe offenbar ziemlich stabil.
Als neue Datenstruktur haben die Macher des In-Memory-Datenspeichers den Hyperloglog-Algorithmus von Philippe Flajolet in die Codebasis aufgenommen. Er ist in der Lage, mit Hilfe von Zufallsalgorithmen die Anzahl einzigartiger Elemente in einem Datenset zu erkennen und beansprucht dafür nur 12 KByte pro Key bei einem Standardfehler von 0.81 Prozent.
Die drei neu eingeführten Kommandos ZRANGEBYLEX, ZLEXCOUNT und ZREMRANGEBYLEX unterstützen lexikographische Reichweitenanfragen für geordnete Datensatzstrukturen, die Redis zum Beispiel in einen hochperformanten Autocompletion-Server verwandeln. Auch Sekundärindizes und Graphen erstellt Redis dank der lexikographischen Reichweitenanfragen schneller. Die Änderungen haben dabei weder Einfluss auf den Speicherverbrauch der geordneten Datensets noch auf das RDB-Dateiformat.
Herunterladen lässt sich der Key-Value-Store über die Webseite, die Software steht unter der BSD-Lizenz.






